Abwicklung der 100 Alleen-Initiative

Das von der CDU-geführten Landesregierung initiierte 100-Alleen-Programm hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Renner entwickelt.

Selbst die Fraktion Bündnis90/Die Grünen und ihr damaliger umweltpolitischer Sprecher Johannes Remmel haben sich seinerzeit im Grundsatz lobend über dieses Projekt geäußert.

Gleichwohl wird das Projekt jetzt unter der Nachfolgeregierung zurückgefahren. So sieht der Haushalt des Umweltministeriums für das Jahr 2011 lediglich noch 200.000 Euro vor. Ein gut angenommenes Projekt wird daher ohne Not praktisch kaputt gemacht.

Um eine Einsparung kann es dabei gleichwohl nicht gehen, da der Minister zwischenzeitlich angekündigt hat, dass das Land bis 2015 drei Millionen Bäume pflanze. Man begründet dies damit, dass man sich den Klimaschutzzielen verpflichtet fühle.

Tatsache ist, dass private Waldbesitzer pro Jahr ein Vielfaches dieser Zahl an Bäumen pflanzen und insofern einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Ob diese Pflanzaktion angesichts der Tatsache, dass rund 915.800 Hektar, also rund 27% der Fläche der Landesfläche mit Wald bedeckt sind, nennenswerte ökologische Effekte hat, ist mehr als fraglich.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wie viele Alleen wurden seit Ankündigung des 100-Alleen Programms gepflanzt (bitte unter Angabe der Standortes und der Zahl der gepflanzten Bäume beantworten)?

2. Warum wird der Ansatz des 100-Alleen-Programms so massiv gekürzt?

3. Wie hoch sind die Kosten für die Anpflanzung der 3 Mio. Bäume in Nordrhein Westfalen bis zum Jahr 2015?

4. Wie viele Bäume werden bis zum Jahr 2015 nach Informationen der Landesregierung voraussichtlich in NRW geschlagen (bitte nach Privatwald und Staatswald aufschlüsseln)?

5. Welche Erträge erwirtschaftet das Land NRW unter Abzug der Kosten für die Pflege aus den landeseigenen Forsten pro Jahr bis zum Jahr 2015?