Hat die Änderung des Waffengesetzes wirklich etwas bewirkt?

Nach der Novellierung des Waffengesetzes am 01.04.2003 hatten alle Besitzer von erlaubnispflichtigen Waffen und Munition der zuständigen Waffenbehörde nach § 36 Abs. 3 Satz 1 die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen Maßnahmen auf Verlangen nachzuweisen. Seit einer weiteren Novellierung am 01.04.2009 anlässlich des tragischen Amoklaufs von Winnenden haben die Inhaber von erlaubnispflichtigen Schusswaffen die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen Maßnahmen auch ohne Verlangen der zuständigen Behörde nachzuweisen. In besonderen Einzelfällen, insbesondere wenn Zweifel an der sicheren Aufbewahrung bestehen, behält sich die Kreispolizeibehörde die unangemeldete Überprüfung in Form von Stichproben vor.

Mit der 14. Änderungsverordnung zur Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung für das Land NRW NRW) wurde im Gesetz- und Verordnungsblatt NRW vom 09.12.2009, S.661f., eine neue Tarifstelle 26 eingefügt, die ab dem 28.12.2009 die maßgebliche Gebührenregelung für alle waffenrechtlichen Gebührentatbestände ist. Nach den einschlägigen Ziffern 26.1 bis 26.41 der Tarifstelle 26 der NRW können für die Prüfung der sicheren Aufbewahrung von Waffen zurzeit keine Gebühren erhoben werden.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wie viele Personen sind in Nordrhein-Westfalen als Besitzer erlaubnispflichtiger Waffen registriert? (bitte nach kreisfreien Städten und Kreisen auflisten)

2. Wie viele Kontrollen der sicheren Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Waffen und Munition haben seit der Novellierung des 2009 stattgefunden? (bitte nach kreisfreien Städten und Kreisen auflisten)

3. In wie vielen Fällen gab es Beanstandungen hinsichtlich der Waffen- und Munitionsaufbewahrung?

4. Beabsichtigt die Landesregierung die Verwaltungsgebührenordnung dergestalt zu ändern, dass für die Prüfung der sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition Gebühren erhoben werden können?

5. Teilt die Landesregierung die Auffassung, dass eine effektivere Überprüfung in Form von Stichproben stattfinden könnte, wenn die Kreispolizeibehörden Mehreinnahmen durch eine Änderung der Verwaltungsgebührenordnung hätten?