Absolventen

Hilbert Meyer bietet die Patenschaft von Seiten des Beirats für dieses FEP an.

FEP-Antrag 1.5: Unterrichtsstudien zum individualisierten Mathematikunterricht

Das Projekt plant Unterrichtsstudien zum individualisierten Mathematikunterricht, die der Verbesserung der Praxis des Mathematikunterrichts der Laborschule mit Hilfe von lesson studies dienen sollen.

Mathematikdidaktische Expertise soll von der Arbeitsgruppe vom Hofe am IDM eingeholt werden. Der Beirat vermisst die Konkretisierungen im mathematischen Bereich. Er empfiehlt daher, die Chance einer substanziellen Kooperation mit der Arbeitsgruppe vom Hofe voranzutreiben und das Projekt zunächst ein Jahr als Anforschungsprojekt durchzuführen.

In einem Jahr sollte dann ein neuer Antrag gestellt werden ­ möglichst als Kooperationsprojekt mit dem IDM. FEP-Antrag 1.6: Lernen und Leisten von Jungen und Mädchen in der Eingangsstufe und der Stufe II/III

Bei diesem Fortsetzungsantrag soll das Projekt, das sich bisher auf Unterrichts-videografien des Lernens von Jungen und Mädchen in der Stufe I konzentrierte, auf Stufe II/III ausgeweitet und auf Strategien des selbstgesteuerten Lernens fokussiert werden ­ gemäß der Entwicklung der untersuchten Schüler/innen/gruppe.

Der Beirat befürwortet die Fortführung des Projekts und die vorgeschlagene Spezifierung der Fragestellung. Neben der Deskription sind auch pädagogische Handlungsstrategien zu diskutieren sowie neben der Geschlechterdifferenz auch andere Eigenschaften bzw. Hintergrundmerkmale der beobachteten Schülerinnen und Schüler, um diese stärker in die Argumentation einzubeziehen. Da die bisherigen Materialien und Ergebnisse wichtige Beiträge zur Feinanalyse des Unterrichtsalltags auch für andere Schulen bieten, sollte die Möglichkeit der Nutzung der Videografien als Anschauungsmaterial z. B. in Lehrerfortbildungen geklärt werden.

Als Patin ist Marianne Horstkemper zur Unterstützung bereit.

FEP-Antrag 1.7: Naturwissenschaft an der Laborschule ­ Implementation von Lerngelegenheiten aus der unbelebten Natur in der Stufe I der Primarstufe

Der Beirat begrüßt, dass hier Basisexperimente gesammelt, gewichtet und gegebenenfalls neu entwickelt werden sollen, die zum Aufbau eines Verständnisses für die unbelebte Natur beitragen könnten, gibt aber zu Bedenken, dass viele solcher Basisexperimente bereits erarbeitet und veröffentlicht worden sind (Möller, Lück). Die Antragstellerinnen und Antragsteller sollten für sich noch genauer klären, ob der Qualifizierungsprozess des Kollegiums oder aber die Unterrichtspraxis im Mittelpunkt des Projekts stehen sollen. Der Beirat sieht eine Lücke zwischen dem Methodenabschnitt, der die Erhebung der Kompetenzen der Pädagoginnen und der Kinder vorsieht, und dem Zeitplan, in dem dies nicht in Erscheinung tritt. Da der Anforschungsbericht dem Beirat nicht vorlag, ist nicht erkennbar, in welcher Weise das neue Projekt auf diesem aufbaut.

Der Beirat erwartet, dass in Kürze der Anforschungsbericht vorgelegt wird, auf dem das neue FEP aufbauen will. Empfohlen wird eine Kürzung der beantragten 12 auf 8 Stunden, wobei das Hauptdeputat (6 von 8 Stunden) den Haus-1-Lehrerinnen zugutekommen soll.

EP-Antrag 1.8: Kooperatives Lernen zwischen Individualisieren und Integrieren. Unterrichtsentwicklung im Rahmen von Handlungsforschung an der Laborschule

In Anknüpfung an Erfahrungen früherer FEPs und an Ergebnisse der Absolventenstudie wird von dem Projektantrag die Implementierung eines speziellen Typus kooperatives Lernen durch das Entwicklungs- und Fortbildungssetting Werkstatt-Gruppe in den beiden Erfahrungsbereichen Englisch und Deutsch vorgeschlagen. Nach Ansicht des Beirats setzt sich der Projektvorschlag zu viele Ziele und steht in Gefahr, sich mit Ansprüchen zu überlasten. Eine Fokussierung der Ziele und eine Reduktion der verschiedenen Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten scheint angemessen.

Inhaltlich werden folgende Anregungen gegeben: Die fachdidaktischen Aspekte (Ist kooperatives Lernen bei jedem Thema in gleicher Weise möglich und sinnvoll?) und das Verhältnis zu individualisiertem Lernen sind zu konkretisieren. Das Verhältnis zu einschlägigen bisherigen FEP-Projekten sollte geklärt werden. Die Erforschung der Entwicklungs- und Forschungsstrategie Werkstatt-Gruppe wäre mit den Forschungsabsichten in FEP 1.5 (Unterrichtsstudien zum Mathematikunterricht) zu koordinieren.

Angesichts mehrerer offener Fragen sowie der Tatsache, dass drei der Team-Mitglieder zugleich in anderen FEPs tätig sind, schlägt der Beirat vor, dieses Projekt zwei Jahre zu verschieben. Bei einer Neubeantragung sollten die Anmerkungen des Beirats berücksichtigt werden.

FEP-Antrag 1.9: Entwicklung und Förderung musikalischer Kompetenz in der Primarstufe

Der Beirat begrüßt, dass das Projekt fortgeführt wird, um fachlich nicht vorgebildeten Lehrerinnen und Lehrern zu ermöglichen, die musikalische Praxis in der Schule mitzutragen. Diese Form schulinterner Lehrerfortbildung hat sich als erfolgreich erwiesen und sollte ausgewertet werden. Der Beirat bittet zu überprüfen, ob und wie sich die gemachten Erfahrungen in das Regelsystem übertragen lassen.

FEP-Antrag 1.10: Entschulung im Jahrgang 8 der Laborschule

Der Antrag will praktische Wege einer Pädagogik der Entschulung im Rahmen der LS weiter entwickeln und erproben. Der Beirat unterstützt diesen Entwicklungsvorschlag und empfiehlt die Spezifika der Herangehensweise gegenüber Konzepten wie service learning, Herausforderung etc. deutlicher herauszuarbeiten und dann eventuell den Begriff Entschulung, der missverständlich ist und daher als unglücklich empfunden wird, zu ersetzen.

Die Frage der Rückbindung der Erfahrungen an den sonstigen Unterricht sollte im Projekt ebenso bearbeitet werden, wie die Beziehung zu ähnlichen Erfahrungen, die es schon bisher im Curriculum der LS gibt (z.B. Kita-Praktikum etc.). Die Partizipation der Schülerinnen und Schüler sollte berücksichtigt und deren Dokumentationen in die Begleitforschung einbezogen werden.

Als Pate der Gruppe hat sich Heinz Schirp bereit erklärt.

FEP-Antrag 2.1: Fördernde und hemmende Bedingungen für Inklusion an der Laborschule ­ eine Selbstreflexion

Der Beirat stellt fest, dass dieses Projekt von hoher Relevanz in der aktuellen bildungspolitischen Debatte ist. Zudem hat das inklusive Denken innerhalb der Laborschule seit ihrer Gründung einen hohen Stellenwert. Begrüßt wird, dass es bei der Untersuchung nicht nur um die Bestätigung von Erfolgen in der Praxis geht, sondern zugleich hindernde Faktoren ausgemacht werden sollen. Die Forschungsfragen sollten so offen zu formuliert werden, dass sowohl förderliche als auch hinderliche Bedingungen erkannt werden können. Der Beirat empfiehlt darüber hinaus, die Aussagekraft der im Fragebogen zu erhebenden Daten noch einmal zu überprüfen und im qualitativen Teil auch alternative Befragungsmethoden wie z. B. Concept-Mapping im Dialog mit Schülerinnen und Schüler in Betracht zu ziehen.

FEP-Projekt 3.1: Die Laborschule im Bild ­ Konzeption und Erstellung von Kurztrailern zur Theorie und Praxis der Laborschule

Der Beirat freut sich, dass die filmische Repräsentation die neuere Arbeit der LS ­ aufgeschlüsselt nach Themen, die zum Profil der Schule gehören ­ dokumentieren will und begrüßt es, wenn auch aktuelle Fernsehbeiträge zur Laborschule daraufhin gesichtet werden, ob sie für die Zwecke des FEP verwendet werden können. Der Beirat begrüßt es darüber hinaus, dass die Teilnehmer des Wahlkurses Öffentlichkeitsarbeit miteinbezogen werden, um die Schule auch aus ihrer Sicht vorzustellen.

Es wird empfohlen, die einzelnen Trailer und ihre Gewichtung noch einmal zu überprüfen.