Integration

Wechsel zwischen open stage und in between-Phasen wird ein gutes Potential für ein innovatives didaktisches Setting gesehen. Der Beirat empfiehlt, die Konzentration auf die weitere Unterrichtsentwicklung mit besonderem Focus auf die dreijährige Jahrgangsmischung. Dazu sollte zeitnah eine Englischdidaktik für den Anfangsunterricht entworfen werden. Wichtig erscheint eine bewusste Auswahl und zielgerichtete Auswertung der vielfältig erhobenen Daten.

Die Evaluation sollte sich auf die in den in between-Phasen angebotenen Lerngelegenheiten konzentrieren und dabei den Focus besonders auf Fragen der Individualisierung und des aktiven Sprachgebrauchs der Kinder richten.

Naturwissenschaft an der Laborschule ­ Bestandsaufnahme naturwissenschaftlicher Lerngelegenheiten in der Stufe I der Primarstufe

Dieses Anforschungsprojekt soll explorieren, wie weit die bisherige Entwicklungsarbeit in der Sekundarstufe im Sinne eines langfristigen koordinierten naturwissenschaftlichen Ausbildungsstranges (Spiralcurriculum mit fünf Rahmenthemen) auch für die Primarstufe mit deren anderen Arbeitsbedingungen nutzbar gemacht werden kann.

Der Beirat sieht es als sinnvoll an, dass Curriculum-Entwicklung für ein verändertes naturwissenschaftliches Lernen betrieben wird und dass dabei die Übergänge besonders in den Blick genommen werden, auch damit Synergieeffekte von Entwicklungen an der LS nutzbar gemacht werden können. Die Kooperation mit der Universität und die weitere Qualifizierung von Lehrpersonen werden positiv gewürdigt.

In einem Folgeantrag sollten Entwicklungsziele (sowie Probleme und Herausforderungen, die durch das Projekt bewältigt werden sollen) klar herausgearbeitet werden. Gerade wenn es darum geht, Ressourcen bisheriger Projektarbeit zu nutzen, erscheint es wichtig, Ressourcen der Kinder und der Primarlehrkräfte, die für das Projekt gewonnen werden sollen, im Projektdesign zu berücksichtigen. Wie in allen Curriculumprojekten wird eine wichtige Aufgabe darin liegen, eine sinnvolle Balance zwischen den Lebensproblemen und Kompetenzen der Kinder einerseits und fachdidaktischen Möglichkeiten, Ansprüchen und Hoffnungen andererseits zu finden.

Neuere Entwicklungen im Sachunterrichts-Curriculum im Hinblick auf Kompetenzorientierung sollten berücksichtigt werden. Eine Koordination mit Projekt 3.4 wäre wichtig.

Integration mathematischer Lerngelegenheiten in den naturwissenschaftlichen Unterricht des Jahrgangs 9

Der Beirat begrüßt den elaborierten Antrag, in dem es um die experimentelle Erforschung und Beschreibung von Verstehensbedingungen als primärem Anliegen der Fachdidaktik geht. Deshalb ist die Fragestellung des Antrags auch über die Laborschule hinaus im Blick auf neue Konzepte zur Arbeit in verschiedenen Lernfeldern relevant. Angeregt wird die stärkere Berücksichtigung binnendifferenzierender Aspekte.

Naturwissenschaftlicher Unterricht in den Jahrgängen 3 und 4 der Stufe II ­ Phänomene, Systematik und Methoden

Wie im FEP 3.2 (Naturwissenschaft an der Laborschule ­ Bestandsaufnahme naturwissenschaftlicher Lerngelegenheiten in der Stufe I der Primarstufe) findet es der Beirat richtig und sinnvoll, Curriculum-Entwicklung für ein verändertes naturwissenschaftliches Lernen zu betreiben.

Es wird empfohlen, die Leitidee der Curriculum-Entwicklung, die im Untertitel Phänomene ­ Systematik ­ Methoden enthalten ist, deutlicher herauszuarbeiten und zu formulieren.

Die Intention einer niedrigschwelligen Qualifizierung für fachfremde Lehrpersonen wird begrüßt, sollte aber nicht Kooperationsmodelle aus der Aufmerksamkeit drängen, in denen sich

Fachfremde der temporären Mitarbeit von aus dem Kollegium oder von außerhalb vergewissern.

Eine Koordination mit Projekt 3.2 ist wichtig.

Entwicklung und Förderung musikalischer Kompetenz in der Primarstufe

Der Beirat begrüßt, dass hier ein Konzept vorgelegt wird, das Begegnungen mit Musik und Musikpraxis in der Eingangsstufe mit unterschiedlichen Bausteinen ermöglicht. Als besonderen Ertrag verspricht das Projekt Erkenntnisse über unterschiedliche Coaching-Modelle (Modelle der kollegialen Intervision).

Die Idee des Musikmenüs als Arbeitsmaterial für fachfremd unterrichtende wird nachdrücklich unterstützt. Besonders wichtig erscheint der gestufte Aufbau durch Reflexionsanlässe.

Der Beirat erachtet in diesem Zusammenhang die entstehenden Praxisberichte der teilnehmenden Lehrer und Lehrerinnen als besonders wichtig, da sie erwartungsgemäß ein großes Anregungspotential für in dieses Praxisfeld bilden. Empfohlen wird eine Konkretisierung des Arbeitsplans.

3. Stellungnahme zu den Einzelprojekten im FEP 2007-2009

Wahldifferenzierung und Jahresarbeiten als Antwort auf Heterogenität und Möglichkeit individueller Profilbildung an der Laborschule (1.1)

Der Beirat erachtet dieses Projekt als ein beispielhaftes Lehrerforschungsprojekt: Es setzt an aktuellen Fragen und Entwicklungsproblemen der Schule an und nutzt unterschiedliche Informationsquellen, um sich ein differenziertes Bild der erfolgten Profilbildungen zu machen. Gleichzeitig werden während des Projektverlaufs verschiedene Entwicklungsperspektiven erprobt, deren Beobachtung und Auswertung zu einer verbesserten Situationseinschätzung beitragen. Schließlich werden vielfältige Hinweise für die weitere Entwicklung der Schule erarbeitet.

Die vorgeschlagenen Perspektiven für die Fortentwicklung der Projektstrategie erscheinen dem Beirat plausibel; die Orientierung an der Bildungsgangdidaktik wird begrüßt.

Vorschläge und Handreichungen aus den Projekterfahrungen sollten bald formuliert und veröffentlicht werden, weil gegenwärtig viele Schulen den eine individuelle Profilbildung in der Sekundarstufe I ermöglichen und ein Interesse an Ideen haben könnten, die in diesem Projekt erprobt wurden. Eine Verbindung der Projektarbeit mit jener der Portfolio-Gruppe ­ insbesondere über den Begriff der Kompetenz ­ erscheint dem Beirat sinnvoll und wurde offenbar schon eingeleitet.

Englisch von Anfang an! Fremdsprachenfrühbeginn in der jahrgangsgemischten Eingangsstufe (2.1)

Das Projekt ist ein interessantes Modell für den integrierten Englischanfangsunterricht in Schulen. Es eignet sich sowohl für jahrgangsgleichen als auch für jahrgangsgemischten Unterricht. Das Modell beinhaltet den Wechsel von fachlich und methodisch vorbereiten Inputphasen mit Unterrichtssequenzen und Vorschlägen zur weiteren Vertiefung. Dabei handelt es sich nicht um isolierten Fachunterricht, sondern darum, dass die durch die vorbereiteten didaktischen Materialien und Unterrichtsvorschläge geeignete Lernanlässe in den Tageslauf integrieren. Es hat sich gezeigt, dass bei fachlich gut aufbereitetem Input der alltägliche Unterricht auch von ohne Fakultas übernommen werden kann und dass diese Maßnahme greift. Der implizite und intuitive Spracherwerb hat sich als wirkungsvoller Ansatz erwiesen.

Das Projekt hat unterschiedliche Instrumente entwickelt, um die Sprachkompetenz der in konkreten Aufgabensituationen zu evaluieren. Eine ausführliche Darstellung der angewandten Diagnostik in einer Veröffentlichung wäre wünschenswert. Ergänzend wird ein Kapitel zur Schulentwicklung angeregt. Der Beirat schätzt die Möglichkeit, das Modell in Regelschulen zu transferieren, positiv ein.

Individuelles und gemeinsames Lernen im jahrgangsgemischten Mathematikunterricht (1.3)

Eine abschließende Würdigung des Projektes ist dem Beirat zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, da die Projektmitglieder nicht anwesend sein konnten und der vorliegende Bericht nicht den tatsächlich erreichten Arbeitsstand repräsentiert.