Absolventen

Frühstart Mathe ­ Diagnose und individuelle Förderung von Vorschulkindern

Der Beirat stellt erfreut fest, dass beide Mathematik-Forschungsprojekte in gelungener Weise Impulse für die Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts an der Laborschule erbracht haben. Besonders positiv wird die Stärkung der diagnostischen Kompetenzen auf Seiten der gesehen, die direkt in den Unterricht zurückwirken. Der Beirat begrüßt die Durchführung des Mathematik-Tages und empfiehlt eine regelmäßige Fortsetzung. Die Übertragbarkeit dieses Konzepts einer laborschulgemäßen Leistungsfeststellung auf andere Bereiche sollte überprüft werden.

Individualisierung im Anfangsunterricht der Fremdsprachen

Der Beirat begrüßt die methodisch sauber durchgeführte Klärung der im Kollegium zunächst strittigen Frage der Englischleistungen in der Jahrgangsmischung. Er stellt mit Befriedigung fest, dass sich deutliche Nachweise einer gelingenden Kompetenzentwicklung in altersgemischten Englischkursen zeigen lassen.

Besonders begrüßt wird die erstmalige Vorlage eines Französisch-Arbeitsberichts. Bei der Fortführung der Arbeit sollte hier die didaktische Kommentierung ausgebaut werden. Die FEPGruppe hat mit der Vorlage einer reflexiven Grammatik Neuland betreten; sie wird ermutigt, hier weiterzuarbeiten. Beispielhaft erscheint dem Beirat auch die Durcharbeitung eines Themas in Bezug auf die unterschiedlichen Kompetenzstufen. Darüber hinaus regt der Beirat an, über intensivere Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Sprachen nachzudenken.

Begleitung und Evaluation des Schulversuchs Jahrgangsgemischte Gruppen der Jahrgänge 3/ 4/ 5

Der Beirat würdigt die Arbeit der Forschungsgruppe. Es hat sich gezeigt, dass durch die kontinuierliche FEP-Arbeit der letzten Jahre die Jahrgangsmischung zunehmend Zustimmung im Kollegium erfahren hat. Damit wurde die Grundlage für die generelle Einführung der Jahrgangsmischung 3/4/5 ab kommendem Schuljahr gelegt. Insgesamt konnte das Forschungsprojekt zeigen, dass die befürchteten Beeinträchtigungen der Leistung durch Lernen in jahrgangsheterogenen Gruppen nicht eingetreten sind. Die Konzeption des Mathematikunterrichts in der Jahrgangsmischung könnte auch für das Regelschulsystem ein hilfreiches Modell sein. Der Beirat empfiehlt daher, die Konzeption weiter zu verfeinern und in angemessener Form zu publizieren. Der vorliegende Bericht eignet sich nach Sicht des Beirats für eine Vermittlung ins Kollegium; für das ausstehende Buchprojekt wäre die Darstellung des Gesamtkonzepts wünschenswert.

Absolventenstudie

Der Beirat würdigt die erfreuliche Weiterentwicklung der Absolventenstudie in den vergangenen Jahren, in deren Rahmen neue und interessante Instrumente entwickelt wurden (Jahrgangsportraits, qualitative Ergänzungsstudien). Diese können mit dazu beitragen, die Arbeit in der Laborschule weiter aufzuklären. Entsprechende Arbeitsschwerpunkte könnten sich z. B. auf die Leistungsentwicklung von Jungen, die kompetenzorientierte Gestaltung von Lernsituationen und berufsqualifizierende Lernangebote beziehen. Der Beirat begrüßt die Vernetzung mit dem Jungen-FEP und dem FEP Lesen und Schreiben in den Jahrgängen 5/6. Die Fortführung der Absolventenstudie wird empfohlen.

Antrag: Schriftspracherwerb

Der Beirat befürwortet die Durchführung des Projekts mit den folgenden Empfehlungen: Das Arbeitsprogramm benötigt eine deutliche Begrenzung im Umfang sowie eine Präzisierung der

theoretischen Rahmung. Der Beirat empfiehlt hier die Anknüpfung an den Spracherfahrungsansatz nach Hans Brügelmann und Erika Brinkmann. Der Beirat rät der Forschungsgruppe, die Arbeit mit den Kindern, deren Diagnostik, Lernentwicklung und ­förderung in das Zentrum ihrer Forschungsarbeit zu rücken.

TOP 3 ­ Ergebnisreflexion der FEP's 2001 - 2003

Nach einer erneuten Diskussion aller am Donnerstag v orgestellten FEP-Projekte gelangt der Beirat zu den nachfolgenden Würdigungen: A1 Absolventenstudie

Der Beirat beurteilt die Struktur der vorgestellten (Fortsetzungs-) Forschung wie auch die vorgelegten Produkte (Impuls 39, Juventa-Buch von Beate Wischer) als überzeugend und ergebnisreich. Als sinnvoll wird auch die Erweiterung der quantitativen Forschungsperspektiven um Schülerinterviews empfunden. Besonders wichtig erscheint vor allem für die nahe Zukunft weitere Formen der Verknüpfung von den Ergebnissen der Absolventenstudie mit den Befunden aus PISA-meets-Laborschule. Der Beirat ermuntert die Forschungsgruppe, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen.

B1 Ausgewählte Fragestellungen integrativer Pädagogik an der Laborschule

Der Beirat würdigt die, teilweise unter schwierigen Bedingungen erarbeiteten Ergebnisse des Projekts. Er empfiehlt, Teilaspekte der Projektarbeit in Form von Aufsätzen zu veröffentlichen. So wird zum Beispiel eine Veröffentlichung des Planspiels Geld oder Leben als sinnvoll empfunden. Es wird darüber hinaus angeregt, den Absatz Schlüsselqualifikationen zu überarbeiten. Die entsprechenden Anregungen dazu wurden den im Gespräch gegeben. Ebenfalls sollte deutlich gemacht werden, inwiefern die berufsvorbereitenden Anteile des Planspiels in das Laborschulkonzept der Berufsvorbereitung einfließen können.

B2 Jahrgangsübergreifende Gruppen 3/4/5

Der Beirat stellt fest, dass dieses Projekt wesentlich zur reformpädagogischen Weiterentwicklung der Laborschule beigetragen hat. Er ist erfreut, dass die Jahrgangsmischung insgesamt positive Ergebnisse zeigt ­ und dass dies an einigen Beispielen eindrucksvoll gezeigt werden konnte. Die Evaluation des Englischunterrichts wird vom Beirat ausdrücklich gewürdigt: Zum einen ist sie wichtig für die Außendarstellung; zum anderen stellt sie eine interessante Form, der Evaluation dar, die als Anregung auch für andere EBs dienen kann. Die geplante Evaluation des Mathematikunterrichts wird als wünschenswert angesehen. Des weiteren wird hervorgehoben, dass es in diesem Projekt gelungen ist, einige noch recht junge Kolleginnen in die Forschungsarbeit mit einzubinden.