Integration

Die geplante Buchveröffentlichung wird sehr begrüßt. Der Endbericht sollte gleich so abgefasst werden, dass er möglichst textgleich in das Buchmanuskript aufgenommen werden kann.

Angeregt wird, dieses Buch in umfänglicher Weise mit Berichten über die real abgelaufenen Unterrichtsprozesse und Dokumenten aus dem Unterricht (z. B. Fotos, Arbeiten der Kinder) anzureichern.

B3 Förderung von Kindern mit besonderer Begabung

Der Beirat würdigt die Projektarbeit als wichtigen Beitrag zum Problemfeld Umgang mit Heterogenität. Im Projekt wurde deutlich, wie in Kooperation mit Regelschulen ein tragfähiger Zusammenhang von Netzwerk-, Schul- und Unterrichtsentwicklung hergestellt werden kann. Als besonders positiv wird die Entwicklung praktikabler diagnostischer Instrumente für eine Schule für alle beurteilt. Der Beirat empfiehlt darüber nachzudenken, wie eine stärkere Fokussierung auf spezifische Begabungsprofile und auf darauf bezogene Förderkonzepte umgesetzt werden kann. Darüber hinaus wird erwartet, dass in der geplanten Buchveröffentlichung auch die didaktisch-methodischen Zugänge deutlich gemacht werden, die bei der differenziellen Förderung als notwendig angesehen werden.

B4 Kunst im öffentlichen Raum

Der Beirat beurteilt das Projekt sowie die vorgelegten Produkte als interessante und komplexe Darstellungen. Vor allem die vorgelegten Aufsätze machen deutlich, dass Partizipation nicht als Nebeneffekt einer Projektarbeit erwartet werden kann, sondern dass das Prinzip als zentrales Anliegen des Projekts behandelt werden muss und nur so erfüllt werden kann. Betont wurde zudem die Wichtigkeit des musisch-ästhetischen Bereichs für die Allgemeinbildung. Gerade Kinder und Jugendliche, die in den sogenannten Kernfächern nicht immer zu glänzenden Ergebnissen kommen, erhalten hier andere Möglichkeiten, sich selbst einzubringen und Selbstvertrauen zu gewinnen. Beide Perspektiven des Projektes ­ die Partizipation der Lernenden und das musisch-ästhetische Lernen ­ sollten weiterverfolgt werden. Bezogen auf den entstandenen Katalog empfiehlt der Beirat zum besseren Verständnis des Produkts ein einführendes Kapitel mit Basisinformationen sowie die Formulierung von Kommentaren zu den Abbildungen. Erwartet wird zudem die Fertigstellung der Videoproduktion, die der Beirat als unverzichtbares Anschauungsmaterial ansieht.

B5 Bewegte Schule als Bestandteil des Schulprogramms

Der Beirat sieht das Projekt und das in diesem Zusammenhang entstandene Karteikartensystem als ein gelungenes Beispiel für die Integration von Bewegung in den täglichen Unterricht.

Es soll im Sinne des Transfers überlegt werden, wie dieses Produkt sowohl in der Laborschule selber, aber auch über die Schule hinaus stärkere Verbreitung finden kann. Möglich erscheint eine Veröffentlichung in Form einer Spielekartei oder auch einer CD-Rom, ggf. auch im Rahmen von learn:line. Wünschenswert wäre zudem eine Ergänzung z. B. um Konzentrations-,

Entspannungsübungen sowie rhyhmische Übungen zur Verbesserung der (Recht)Schreibleistung. Eine Umbenennung des Materials für die Veröffentlichung wird empfohlen.

Als Vorschläge werden genannt: Bewegter Fachunterricht, Bewegung in Fachunterricht und Pause oder auch Lernen und Bewegen. C1 Literalität und Leistung

Der Beirat hebt hervor, dass der Endbericht die Ergebnisse des FEP-Projekts auf einem hohen inhaltlichen und methodischen Niveau beschreibt. Die zugrunde gelegte didaktische Theorie (das Dreieck aus Individuum, Gruppe und Sache) hat sich als sehr tragfähig erwiesen. Insbesondere die Lernberichte zeigen, welche Ergebnisse auf der Grundlage einer solchen, am Gleichgewicht zwischen Individuum, Gruppe und Sache orientierten Didaktik erreicht werden können.

Der einzelnen Kapitel des vorgelegten Manuskripts sind durchweg von hervorragender sprachlicher Qualität, unterscheiden sich jedoch in ihrem Verhältnis von Praxisbericht und Analyse.

Der Beirat empfiehlt eine Angleichung dieser Differenz besonders im Baustein 5. Das Abschlusskapitel wird als sehr gelungene Zusammenfassung des Projekts beurteilt. Zur Veröffentlichung sollte dieser zusammenfassende Charakter deutlicher gemacht werden. Das Abschlusskapitel könnte aus Sicht des Beirats in veränderter Form evtl. auch an den Anfang einer Veröffentlichung gestellt werden. Die Ergebnisse des Endberichts sollten unbedingt veröffentlicht werden, dabei dürfte eine Kürzung unumgänglich sein.

C2 Leistung anders: Begleiten ­ Zeigen ­Sehen.

Veränderte Anforderungen an Unterricht

Der Beirat würdigt den Versuch, den komplexen Leistungsbegriff der Laborschule in differenzierter Form systematisch darzustellen. Das sowohl von der Zielsetzung wie auch von der Beteilung her anspruchsvolle und umfassende Projekt wird im Sinne einer breiten Anforschung verstanden. Die Einzelergebnisse sollten, wie z. B. schon der Artikel über die Lernzielvereinbarungen, in geeigneten Publikationsorganen (wie Praxis 5-10) veröffentlicht werden.

Der Beirat vermisst eine Darstellung, bei dem die Einzelelemente durch einen roten Faden zusammengebunden werden. Wünschenswert wäre vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion eine Weiterführung des Forschungsansatzes.

C3 Ich erklär Dir, wie ich rechne ­ Prävention von Rechenstörungen

Der Beirat sieht das Projekt Prävention von Rechenstörungen als ein klassisches FEPProjekt mit ganz besonderen laborschulspezifischen Qualitäten. Es konzentriert sich auf ein gut eingrenzbares Lernproblem und hat dazu wichtige Hilfestellungen zur Lösung praktischer Probleme erarbeitet.

Als sehr gelungen betrachtet der Beirat die Kooperation zwischen Kollegium, der WE und dem IDM (der Fakultät für Mathematik). Das Projekt konnte von einer systematischen wiss.

Begleitung und Beratung erheblich profitieren und diagnostische Analyse mit praktischer Förderung und Prävention verbinden. Sehr positiv beurteilt der Beirat auch die direkte Einwirkung auf die Unterrichtsentwicklung in der Laborschule. Begrüßt wird, dass die Ergebnisse über Verlagspublikationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

C4 ­ Aspekte fachlichen und überfachlichen Lernens in der Laborschule

Der Beirat beurteilt den vorgelegten Bericht über das einjährige Anforschungsprojekt und die Tatsache, dass Aspekte fachlichen und überfachlichen Lernens in der Laborschule thematisiert und diskutiert werden, als sehr positiv. Dies ist ein wichtiges Thema, das in allen Unterrichtsprozessen eine entscheidende Rollte spielt. Der Beirat regt an, den Begriff überfachliches Lernen noch einmal zu überdenken, weil dieser fälschlicherweise im Sinne eines reinen Methodentrainings interpretiert werden könnte. Der Beirat teilt dabei die Auffassung des Projekts, nach der ein isoliertes Methodentraining nicht zu erfolgreichen Lernprozessen führen kann.

Inhalte und Methoden müssen vielmehr verzahnt werden. Positiv hervor gehoben wird die Tatsache, dass aus der einjährigen Anforschungsphase ein Werkstattheft entstanden ist. An dieser Stelle sollte weitergearbeitet werden.