Fachhochschule

Gesetzentwurf der Landesregierung Gesetz zur Änderung des Hochschulgesetzes und des Kunsthochschulgesetzes A Problem Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die aufgrund des Besuchs einer ausländischen Bildungseinrichtung zwar in deren Sitzland studienberechtigt sind, nicht aber in können bislang nur über die schulrechtlich determinierte Feststellungsprüfung die Hochschulzugangsberechtigung erlangen. Dies erfordert eine etwa einjährige Vorbereitung, die nicht in das Studium integriert ist.

B Lösung:

Im Sinne der Öffnungspolitik der Landesregierung sollen auch diese Personen einen fachgebundenen Zugang zu den nordrhein-westfälischen Hochschulen erhalten, wenn sie zusätzlich zu ihrem im Herkunftsland erlangten Studienzugang an einer Hochschule ihrer Wahl eine Zugangsprüfung ablegen. Im Anschluss an eine bestandene Zugangsprüfung kann unmittelbar mit dem Fachstudium begonnen werden. In einer Studieneingangsphase sollten gegebenenfalls identifizierte Wissenslücken geschlossen werden.

C Alternativen Keine.

D Kosten:

Die Abnahme der Zugangsprüfung verursacht auf Seiten der Hochschulen Kosten; bei der Anwendung der standardisierten Studierfähigkeitstests werden die finanziellen Belastungen aber gering sein. Sofern die Hochschulen im ständigen Prozess zur Verbesserung der Lehre Ergänzungskurse anbieten wollen, zählen diese im Rahmen der strukturierten Studieneingangsphase zu den Aufgaben der Hochschulen.

E Zuständigkeit Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung.

F Auswirkungen auf die Selbstverwaltung und Finanzlage der Gemeinden und Gemeindeverbände Keine.

G Finanzielle Auswirkungen auf die Unternehmen und die privaten Haushalte Keine.

H Befristung von Vorschriften

Der Gesetzentwurf zielt auf die Änderung des Hochschulgesetzes und des Kunsthochschulgesetzes, die ihrerseits bereits befristet sind. Eine Befristung des Änderungsgesetzes ist nicht notwendig. Gesetzentwurf der Landesregierung Auszug aus den geltenden Gesetzesbestimmungen Gesetz zur Änderung des Hochschulgesetzes und des Kunsthochschulgesetzes Artikel 1

Das Hochschulgesetz vom 31. Oktober 2006 (GV. NRW. S. 474), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesundheitsfachhochschulgesetzes vom 8. Oktober 2009 (GV. NRW. S.516), wird wie folgt geändert: Gesetz über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz ­ HG) § 49 wird wie folgt geändert: § 49

Qualifikation und sonstige Zugangsvoraussetzungen:

(1) Die Qualifikation für ein Hochschulstudium wird in der Regel durch den erfolgreichen Abschluss einer auf das Studium vorbereitenden Schulbildung oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung erworben. Die allgemeine Hochschulreife berechtigt uneingeschränkt zum Studium, die fachgebundene Hochschulreife nur zum Studium der im Zeugnis ausgewiesenen Studiengänge.

(3) Zugang zum Studium an Fachhochschulen hat auch, wer die Fachhochschulreife nachweist.