Förderung des (FMT) in Köln

Der FMT ist ein Informationszentrum zur Geschichte der Emanzipation. Es handelt sich um das umfassendste Frauenarchiv im deutschsprachigen Raum.

Zu Zeiten der Vorgängerregierung (seit 2008) erhielt die Stiftung vom Land Nordrhein Westfalen eine institutionelle Förderung von 210.000 Euro im Jahr, die zu gleichen Teilen von der Staatskanzlei, dem Wissenschaftsministerium und dem Frauenministerium bereitgestellt wurde. Ab dem Jahr 2011 soll die Förderung um 70.000 Euro gekürzt werden, indem das Frauenministerium seinen bisherigen Drittelanteil nicht aufrechterhalten will.

1. Wie steht die Landesregierung zur Bedeutung der Frauenkultur in unserem Land im Allgemeinen?

Die Landesregierung legt großen Wert auf Kunst und Kultur. Etwa ein Drittel aller Kunstschaffenden in Nordrhein-Westfalen ist weiblich. Allerdings befinden sich in kulturellen Führungspositionen kaum Frauen. Die Landesregierung unterstützt seit vielen Jahren Kunst und Kultur von Frauen mit gesonderten Haushaltsmitteln.

2. Wie steht die Landesregierung zur Bedeutung der Arbeit des FMT im Speziellen?

Der ist ein feministisches Archiv und Dokumentationszentrum. Er gehört zu den größten Frauenbibliotheken Nordrhein-Westfalens und der Bundesrepublik. Unter frauen-politischen Aspekten und aus wissenschaftlicher Sicht hat das Archiv für den Feminismus eine große Bedeutung.

Allerdings ist der FMT - im Gegensatz zu vergleichbaren Archiven - durch stark reglementierte Öffnungszeiten (ausschließlich donnerstags von 10 - 18 Uhr und nur nach Anmeldung) sowie Kostenpflicht der Öffentlichkeit nur eingeschränkt zugänglich.

3. Die Landesregierung begründet die Kürzungsabsichten der institutionellen Förderung des FMT mit der Haushaltskonsolidierung.

Erstrecken sich Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen auf den gesamten Bereich der Frauenkulturförderung in vergleichbarem Maße bzw. was waren die Beweggründe gezielt den FMT aus einer künftigen Landesförderung auszuschießen?

Die Landesregierung plant keine Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen, die sich auf den gesamten Bereich der Frauenkulturförderung erstrecken. Aufgrund der Haushaltssituation war jedoch auch diese konkrete Förderung auf den Prüfstand zu stellen. Die - im Gegensatz zu anderen Archiven - stark reglementierten Öffnungszeiten und die Kostenpflicht waren mit ein Grund, die Förderung zu reduzieren.

4. Welche Folgen drohen bzw. ergeben sich aufgrund der Mittelkürzung für die Arbeit des FMT?

5. Welche Maßnahmen sieht die Landesregierung vor bzw. wird die Landesregierung unternehmen, um eine Gefährdung der Arbeit des FMT abzuwenden?

Der FMT wurde bereits 1984 als gemeinnützige Stiftung gegründet. Erst seit 2008 erfolgt eine institutionelle Förderung des Landes.

Es kommt der Landesregierung nicht zu, Fördernehmerinnen/Fördernehmern Ratschläge zu erteilen, wie Mittel-kürzungen ausgeglichen werden können.