Wettbewerbsfähigkeit der sogenannten Gemeinschaftsschule

Die sogenannte Gemeinschaftsschule wird von der Landesregierung und den jeweiligen Orts- und Stadtverbänden der SPD und der Grünen mit der Behauptung beworben, diese Schulform verbessere die Bildungsgerechtigkeit und -qualität.

Nun erwägt die Ministerin für Schule und Weiterbildung eine gesamtstaatliche Bildungsplanung zu initiieren ­ ohne dass es Klarheit über die allgemeinen Bildungsstandards des Schulexperimentes Gemeinschaftsschule gibt. Im Gegenteil: In ihrer Rede in der Plenarsitzung am 2. Dezember 2010 hat die Ministerin für Schule und Weiterbildung betont, dass die Landesregierung die konkrete Ausgestaltung des pädagogischen Konzepts der Gemeinschaftsschule bewusst den Akteuren vor Ort, gemäß dem Grundsatz in Freiheit und Verantwortung, überlässt.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wie will die Landesregierung sicherstellen, dass in der sogenannten Gemeinschaftsschule die leistungsstarken Schüler in der 5. und 6. Klasse nicht unterfordert ­ und die leistungsschwächeren Schüler durch die gymnasialen Standards nicht überfordert und demotiviert werden?

2. Auf welche Weise wird gewährleistet, dass durch den gemeinsamen Unterricht in der

5. und 6. Klasse das Bildungsniveau, bei dem Nordrhein-Westfalen laut PISA nur im Mittelfeld liegt, nicht noch weiter sinkt?

3. Welchen Mehrwert bringt nach Ansicht der Landesregierung die sogenannte Gemeinschaftsschule konkret, um das Abschneiden der nordrhein-westfälischen Schüler im PISA-Vergleich weiter deutlich zu verbessern?

4. Wie plant die Landesregierung sicherzustellen, dass Kinder, die in Nordrhein Westfalen die Gemeinschaftsschule besucht haben, nach einem Umzug beispielsweise nach Bayern mit ihrem an der Gemeinschaftsschule erworbenen Jahreszeugnis ihre Schullaufbahn adäquat weiterführen können?