Staatsanwaltschaft

Verschiedene Medien berichten, dass für das dramatische Ende der Loveparade im Juli 2010 in Duisburg, bei der 21 Menschen zu Tode kamen, nicht nur Stadt und Veranstalter verantwortlich seien. Auch die Polizei soll gravierende Fehler begangen haben.

So habe in der besonders kritischen Phase des Einsatzes ein Schichtwechsel der Bereitschaftspolizei ein Eingreifen der Sicherheitskräfte verhindert, berichtet das Magazin Spiegel unter Berufung auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Duisburg. Zudem hätten in der Zeit des größten Andrangs nicht genügend Polizisten zur Verfügung gestanden, um zu verhindern, dass weitere Besucher in den bereits völlig überfüllten Zugangsbereich strömten, wo viele Tausende im Tunnel oder auf der Rampe zum Gelände feststeckten und schließlich 21 Menschen von der Menge erdrückt wurden. Auch die Erreichbarkeit wichtiger polizeilicher Führungskräfte soll nicht dauerhaft gewährleistet gewesen sein.

Das Magazin. Der Spiegel ist offenbar im Besitz eines ausführlichen Berichtes der Staatsanwaltschaft, aus dem massive Fehler der Polizei während des Einsatzes bei der Katastrophe hervorgehen (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,762578,00.html).

Selbst gewählte Abgeordnete erhalten wesentliche Informationen, die zur Aufklärung der Tragödie beitragen und die offenbar schon seit Januar bekannt sind, aus der Presse und nicht etwa von der rot-grünen Landesregierung. Vielmehr werden dem gewählten Parlament und dem zuständigen Innenausschuss, sowohl der dem Spiegel vorliegende Bericht der Staatsanwaltschaft als auch andere wichtige Dokumente seit Monaten verweigert.

Die nun bekannt gewordenen Pannen müssen daher in einer Aktuellen Stunde im Landtag thematisiert werden.