Konkordatslehrstühle auch an nordrhein-westfälischen Universitäten?

Die Welt am Sonntag berichtet in ihrer Ausgabe vom 24.4.2011 über einen Fall der Philosophie-Professorin Ulla Wessels, die sich auf einen Lehrstuhl an der Universität beworben hat. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Konkordatslehrstuhl.

Bei diesen Lehrstühlen haben die Kirchen bei der Besetzung ein Mitspracherecht. Diese Bestimmung ist Teil der Konkordatsregelung aus dem Jahr 1817.

Frau Professor Wessels hat die Stelle schlussendlich nicht bekommen. Sie vermutete, dass der Grund dafür nicht in ihrer Qualifikation, sondern vielmehr darin liegt, dass sie nichtkatholischen Glaubens ist und klagte vor dem Verwaltungsgericht Arnsbach. Das Gericht stoppte daraufhin die Besetzung des Lehrstuhls in einem Eilverfahren im Dezember letzten Jahres. Ein endgültiges Urteil ist Ende dieses Jahres zu erwarten.

1. Existieren an nordrhein-westfälischen Universitäten Konkordatslehrstühle an nicht-theologischen Fakultäten?

Nein.

2. Für den Fall, dass derartige Lehrstühle existieren: An welchen nordrheinwestfälischen Hochschulen und an welchen der dortigen Fakultäten sind diese zu finden?

Siehe Antwort zu Frage 1

3. Für den Fall, dass derartige Lehrstühle existieren: Sind der Landesregierung Fälle bekannt, bei denen bei der Vergabe die falsche Konfession ein Ausschlusskriterium war?

Siehe Antwort zu Frage 1

4. Für den Fall, dass derartige Lehrstühle existieren: Plant die Landesregierung eine Änderung der gesetzlichen Regelung?

Siehe Antwort zu Frage 1

5. Wie bewertet die Landesregierung die Konkordatsregelung insgesamt?

Die Landesregierung beabsichtigt auch künftig keine derartige Regelung zu vereinbaren.