Ausbildung

VIII. Arbeitssituation der Hebammen in Kliniken

1. Wie stellt sich das Verhältnis von fest- und befristet angestellten Hebammen in den Kliniken sowie Beleghebammen dar (bitte für die Kliniken einzeln angeben und die jeweiligen Stundenbudgets der Hebammen aufführen)?

2. Wie stellt sich die Altersstruktur der in den Kliniken beschäftigten Hebammen dar?

3. Welche Hinweise hat die Landesregierung auf die Anzahl vorliegender Überlastungsanzeigen von in den Kliniken angestellten Hebammen (bitte für die Kliniken einzeln angeben)?

4. Wie häufig mussten Kreißsäle in welchen Kliniken in den Jahren 2007 bis 2009 wegen Überbelegung gesperrt werden?

5. Ist in jeder Klinik Nordrhein-Westfalen vollständig gesichert, dass bei jeder Geburt, auch bei Kaiserschnitten, entsprechend der gesetzlichen Vorschrift eine Hebamme anwesend ist (bitte nach Kliniken differenziert angeben)?

6. Welche Auswirkungen haben die administrativen, z. B. organisations- und verwaltungstechnischen, Aufgaben, die Hebammen auf Geburtsstationen zunehmend übernehmen müssen, auf die Hebammenarbeit?

7. Welchen Zeitanteil nimmt die administrative Arbeit an der gesamten Hebammenarbeit in den Kliniken nach Kenntnis der Landesregierung in Anspruch (bitte gegebenenfalls einen geschätzten Anteil angeben)?

8. Hält die Landesregierung die von der Deutschen Krankenhausgesellschaft am Anfang der 90er Jahre empfohlene Stellenbemessung von einer Hebammen-Planstelle für 118

Geburten pro Jahr unter Berücksichtigung der Zunahme der administrativen Aufgaben für zeitgemäß?

9. Welche Stellenbemessungsgrundlage für Kreissaalhebammen gilt derzeit?

10. Wird sie in den Kliniken eingehalten?

Wenn nein: In welchen Kliniken nicht?

11. Welche Mindestpersonalausstattung hält die Landesregierung im Sinne der Qualitätssicherung in geburtshilflichen Abteilungen für erforderlich?

12. Beabsichtigt die Landesregierung auf eine Änderung der Stellenbemessungsgrundlage hinzuwirken?

13. Wie wird eine Geburts- bzw. Betreuungsdauer nach den diagnosebezogenen Fallgruppen pauschal veranschlagt?

Hält die Landesregierung dies für ausreichend?

14. Wie hat sich der Krankenstand der Hebammen in den nordrhein-westfälischen Kliniken in den letzten fünf Jahren entwickelt und wie beurteilt die Landesregierung die Entwicklung?

15. Wie hat sich in den nordrhein-westfälischen Kliniken in den letzten fünf Jahren die durchschnittliche Anzahl von Überstunden einer angestellten Hebamme entwickelt und wie hoch ist die derzeitige durchschnittliche Anzahl von akkumulierten Überstunden pro Hebamme?

16. Welches Monatsdurchschnittseinkommen haben angestellte Hebammen in Einrichtungen öffentlicher bzw. privater Trägerschaft in Nordrhein-Westfalen?

17. Welche Vergütung für angestellte Hebammen hält die Landesregierung angesichts der hohen Verantwortung, die mit dem Hebammenberuf einhergeht, für angemessen?

18. Wie steht die Landesregierung dazu, die Vergütungen für Spontangeburten und Kaiserschnitte anzugleichen, um finanzielle Fehlanreize zugunsten von Kaiserschnitten auszuschließen?

19. Wie hat sich seit dem Jahr 2000 die Anzahl der Kinder entwickelt, die als kranke Neugeborene eingestuft werden (bitte nach Kreisen und kreisfreien Städten getrennt aufführen)? IX. Familienhebammen

1. Wie viele Familienhebammen arbeiten in Nordrhein-Westfalen in welchem Arbeitsverhältnis (bitte nach Gebietskörperschaften, Landkreisen, Kommunen, und kreisfreien Städten aufschlüsseln)?

2. In welchen Netzwerken - z. B. des Kinderschutzes - arbeiten diese mit?

3. Welcher Bedarf ist nach Einschätzung der Landesregierung für die Tätigkeit von Familienhebammen in Nordrhein-Westfalen vorhanden (bitte gegebenenfalls regional differenzieren)?

4. Auf welche Weise hat die Landesregierung den Bedarf ermittelt?

5. Welche Perspektive sieht die Landesregierung für die Arbeit der Familienhebammen?

6. Wie soll die Förderung der Qualifizierung mittel- bzw. langfristig gesichert werden?

7. Wie soll die Finanzierung der Familienhebammen mittel- bzw. langfristig gesichert werden?

8. In Ihrem Schreiben an den Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation vom 02.02.2011 weist Frau Ministerin Schröder darauf hin, dass der Einsatz von Familienhebammen durch eine Bundesinitiative ausgebaut werden soll. In dem Zusammenhang ist die rechtliche Einordnung der Familienhebammen bisher ungeklärt. Welche Vorschläge bestehen seitens der Landesregierung dazu?

9. Inwieweit denkt die Landeregierung darüber nach, dass die rechtliche Angliederung der Familienhebamme auch an das Gesundheitsamt erfolgen könnte? (wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht? Bitte begründen)

Welche Planungen bestehen seitens der Landeregierung, damit eine rechtliche Absicherung der Familienhebammen gewährleistet wird?

11. Inwieweit vertritt die Landesregierung die Auffassung, dass die Tätigkeit von Familienhebammen Berücksichtigung in einem Präventionsgesetz des Bundes finden sollte (bitte begründen)? X. Hebammen Aus- und -fortbildung

1. Wie viele Hebammen beendeten seit dem Jahr 2000 ihre Ausbildung in

2. Wie viele Hebammen haben seit dem Jahr 2000 in Nordrhein-Westfalen jährlich eine Ausbildung aufgenommen bzw. wie viele können eine Ausbildung aufnehmen?

3. Inwieweit bestehen Zugangsvoraussetzungen bzw. Zugangsbedingungen für die Aufnahme einer Hebammenausbildung?

4. Inwieweit besteht ein Missverhältnis zwischen Anzahl der Bewerbungen und Anzahl der Zulassungen zur Hebammenausbildung (bitte seit dem Jahr 2000 ausführen)?

5. Wie viele Praxisanleiterinnen gibt es in Nordrhein-Westfalen

a.) in Kliniken,

b.) für freiberufliche Hebammen (bitte seit dem Jahr 2000 ausführen)?

6. Wie werden diese Praxisanleiterinnen honoriert?

7. Inwieweit arbeiten in Nordrhein-Westfalen Praxisanleiterinnen in Ausbildungskreißsälen zusätzlich zum Personalschlüssel (bitte nach Kliniken differenzieren)?

8. Wie viele der in den letzten fünf Jahren in den nordrhein-westfälischen Kliniken ausgebildeten Hebammen wurden anschließend in eine Festanstellung übernommen (bitte nach Kliniken differenzieren)?

9. Wie viele Hebammen gingen nach der Ausbildung direkt in die Freiberuflichkeit?

10. Wie viele Hebammen nahmen in Nordrhein-Westfalen nach der Ausbildung eine Tätigkeit außerhalb des erlernten Berufes auf?

11. In welcher Weise stellt die Landesregierung sicher, dass in Zukunft in Nordrhein Westfalen genügend Hebammen für die freiberufliche Tätigkeit ausgebildet werden?

12. Welche Fort- und Weiterbildungen bestehen für Hebammen in Nordrhein-Westfalen?

13. Wie werden diese genutzt und wer übernimmt jeweils die Kosten?

14. Inwieweit nutzt die Landesregierung ihre Möglichkeiten Einfluss auf die die Neuordnung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Hebammen in NRW zu nehmen?

15. Inwieweit unterstützt die Landesregierung die Überlegungen des Hebammenverbands bei einer Neuordnung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung das Externat der Hebammenschülerinnen in die Ordnung mitaufzunehmen, um den Ausbildungsaufwand der Lehrbeauftragten finanziell zu entschädigen?

XI. Weitere Entwicklungen der geburtshilflichen Versorgung in NRW

1. Welche politische Entscheidungen trifft die Landesregierung bezüglich der Streiks des Landesverbands der Hebammen, der im März 2011 landesweit unter dem Leitspruch Hebammen können von ihrer Arbeit nicht mehr leben, deshalb wollen Sie sie auch nicht mehr erbringen durchgeführt wurden?

2. Welche Überlegungen bestehen seitens der Landesregierung, um für Nordrhein Westfalen eine verlässliche und umfassende Aussagen zur geburtshilflichen Situation zu erhalten?

3. Bestehen seitens der Landesregierung Überlegungen, valides Datenmaterial zum Betreuungsbedarf bei der geburtshilflichen Versorgung in Nordrhein- Westfalen zu erheben?

Wenn nein, warum nicht (bitte begründen)?

4. Welche weiteren Planungen bestehen seitens der Landesregierung, um eine verlässliche und umfassende Hebammenhilfe im Land Nordrhein-Westfalen zu gewährleisten?

5. Durch den Landesverband der Hebammen in NRW e.V. bestehen enge Kontakte zu den Hebammenverbänden der unmittelbaren europäischen Nachbarn, beispielsweise Niederlande.

a.) Wie steht die Landesregierung zu den Erfolgen der niederländischen geburtshilflichen Versorgung, durch deren differenziertes Angebot den Frauen eine freie Wahl des Geburtsort und der Versorgungsform ermöglicht wird?

b.) Inwieweit unterstützt die Landesregierung die Auffassung, dass eine geburtshilfliche Versorgung nach dem niederländischen Modell auch in Nordrhein- Westfalen den Interessen der Frauen und Kinder zugutekommen könnte?

Wenn ja, bitte nähere Maßnahmen zu Stand erläutern, wenn nein, warum nicht (bitte begründen)?

c.) Bestehen seitens der Landesregierung Überlegungen, in Nordrhein- Westfalen ein Modell für eine Hebammenversorgung einzuführen, dass, angelehnt an die niederländische Form, eine einzelfallabhängige, bedarfsgerechte, staatlich finanzierte Hebammenversorgung durchführt?

Wenn ja, bitte nähere Maßnahmen erläutern, wenn nein, warum nicht (bitte begründen)? Hamide Akbayir Bärbel Beuermann Wolfgang Zimmermann und Fraktion