Fortbildung

Polizeipräsenz am Flughafen Dortmund

Nach einem Bericht der Ruhr Nachrichten ist es am 21. April 2011 einem ägyptischen Staatsangehörigen gelungen, sich Zugang zu dem streng überwachten Sicherheitsbereich des Airports und zu dem Cockpit einer zu verschaffen. Offenbar drang der Mann über ein Gebäudedach in den Flughafen ein (http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/region/hierundheute/art1544,1262584). Erst auf Hinweis von Passagieren, die den Mann wahrgenommen hatten, konnte der 22-jährige kurz nach 4.30 Uhr von Beamten der Landespolizei in der Nähe der Fluggastbrücken festgenommen werden. Anschließend durchsuchten Spürhunde zwei Passagiermaschinen auf Sprengstoff, fanden jedoch nichts.

Wenngleich sich der zunächst geäußerte Terror-Verdacht nicht bestätigte, kam es aufgrund des Vorfalles zu erheblichen Flugverspätungen: Ein Urlauber-Jet nach Palma de Mallorca konnte erst mit sechs Stunden Verspätung starten, ein Flugzeug nach London hob mit zweistündiger Verspätung ab.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wie viele Beamte der Landes- und Bundespolizei waren während des oben beschriebenen Vorfalls zur Sicherung des Flughafengeländes am Flughafen Dortmund im Einsatz?

2. Welche Reaktionszeiten sind im Falle eines Terroralarms am Flughafen Dortmund vorgesehen?

3. Welche spezifische Fortbildung zur Wahrnehmung von Luftsicherheitsaufgaben haben die am Flughafen Dortmund eingesetzten Polizeibeamten in den letzten zwölf Monaten erhalten?

4. Welche spezifische Sicherheitsausstattung steht den am Flughafen Dortmund eingesetzten Polizeibeamten zur Verfügung?

5. Wie viele Beamte der nordrhein-westfälischen Polizei werden derzeit auf den Flughäfen Dortmund, Paderborn, Münster/Osnabrück und Weeze für die Wahrnehmung von Luftsicherheitsaufgaben nach § 5 Luftsicherheitsgesetz eingesetzt?