Vergleich im Wochenverlauf

Erhebliche Unterschiede zeigen sich auch bei der Auslastung im Tagesverlauf. Die beste Auslastung besteht in der Zeit von 10 Uhr bis 12 Uhr, während die Belegung der Hörsäle ab 14 Uhr kontinuierlich zurückgeht.

Zwischen 16 Uhr und 18 Uhr ist rund ein Drittel der Hörsäle ungenutzt, zwischen 18 Uhr und 20 Uhr sind es sogar zwei Drittel. Vergleich im Tagesverlauf MIWF - 94 (Epl. 06)

Der LRH hat die betroffenen Universitäten aufgefordert, ihre Hörsaalkapazitäten besser zu nutzen. Eine Nutzung der Lehrräume ab 8 Uhr morgens und nach 14 Uhr am Nachmittag sei für Dozenten und Studierende grundsätzlich ebenso zumutbar wie die Nutzung an allen Werktagen. Der LRH hat Vorschläge gemacht, wie die Auslastung der Hörsäle gesteigert werden kann.

Hörsaalvergabe:

Nach den Feststellungen des LRH erfolgt die Vergabe von Hörsälen und Seminarräumen in der Planungsphase vor Semesterbeginn lediglich bei zwei Universitäten vollständig zentral. In allen anderen Universitäten wird nur ein Teil der Lehrräume zentral bewirtschaftet, der - unterschiedlich große - Rest wird dezentral durch die Fakultäten vergeben. Diese regeln ihre Raumplanung jeweils eigenständig. In diesem Zusammenhang hat der LRH festgestellt, dass fakultätsübergreifende Absprachen zur besseren Auslastung der Lehrräume nicht üblich sind. Zudem werden in einigen Universitäten Informationen, die für eine fakultätsübergreifende Raumbelegung erforderlich sind, wie z. B. zur Anzahl der Plätze oder zur Lage und Verfügbarkeit der Räume, nicht weitergegeben.

Der LRH hat den betroffenen Universitäten empfohlen, die Anzahl der zentral verwalteten Lehrräume deutlich zu erhöhen. Für die dezentral verbleibenden Hörsäle und Seminarräume sollte eine fakultätsübergreifende Belegung nach zuvor festgelegten Vergabekritierien ermöglicht werden. Schließlich hat der LRH die Einrichtung regelmäßig tagender Raumkonferenzen angeregt, die aus den Raumbeauftragten der Fakultäten sowie Mitarbeitern der zentralen Verwaltung gebildet werden sollten.

Hörsaalkontrollen:

Lediglich an fünf Universitäten werden zu Semesterbeginn Hörsaalkontrollen durchgeführt, um die tatsächliche Auslastung festzustellen; an den übrigen Universitäten erfolgt nur vereinzelt eine Hörsaalkontrolle. Darüber hinaus werden die Kontrollen unterschiedlich aufwändig durchgeführt.

Der LRH hält mehrere aufeinander folgende Hörsaalkontrollen zu Semesterbeginn für erforderlich, um die tatsächliche Nutzung der Lehrräume festzustellen. Hierdurch werden die Universitäten in die Lage versetzt, noch im laufenden Semester auf Über- und Unterbelegungen zu reagieren.

IT-Unterstützung bei der Organisation von Lehre und Studium:

Studierenden- und Veranstaltungsmanagement:

Die an allen untersuchten Hochschulen im Studierendenmanagement eingesetzte Software sieht vor, dass die Studierenden online ihre Stammdaten ändern, ihre Studienbeitragskonten und den Rückmeldestatus einsehen und Studienbescheinigungen ausdrucken können. Die entsprechenden Online-Funktionen standen bei einigen Hochschulen den Studierenden allerdings noch nicht zur Verfügung. Darüber hinaus ist aufgefallen, dass die Prüfungsämter einiger Hochschulen teilweise nicht auf die zentral erfassten Studierendendaten zurückgreifen, sondern gesonderte Anmeldeverfahren durchführen.

Der LRH hat die betreffenden Universitäten aufgefordert, alle Funktionen der eingeführten IT-Unterstützung zu nutzen und bei der Prüfungsanmeldung nur auf die Studierendendaten zurückzugreifen, die in der Universität zentral erfasst und gepflegt werden.

Mit einer anderen von den Universitäten eingesetzten Software ist grundsätzlich auch die Veranstaltungsbelegung durch die Studierenden und die