Umsetzung der sogenannten "Unterrichtsgarantie Plus" an Schulen des Werra-Meißner-Kreises

Die Kleine Anfrage beantworte ich wie folgt:

Frage 1. Sind an allen Schulen des Werra-Meißner-Kreises sogenannte Vertretungspools gebildet worden und wenn nein, an welchen Schulen nicht?

Alle öffentlichen Schulen des Werra-Meißner-Kreises haben Pool -Listen für die Unterrichtsgarantie Plus gebildet.

Frage 2. Welche Qualifikationen haben bzw. welchen Beruf üben die Vertretungskräfte üblicherweise aus?

Die Unterrichtsgarantie Plus - für eine verlässliche Schule ist ein Element der eigenständigen Schule und somit ein Projekt mit dezentraler Verantwortung. Eine Aufschlüsselung nach den einzelnen Berufsgruppen ist daher wegen des hohen Aufwandes nicht vertretbar.

Über das Staatliche Schulamt in Bebra konnte jedoch eine Aufschlüsselung bezüglich der Vergütungssätze bezogen werden, durch die ebenfalls Rückschlüsse auf die Qualifikationen der externen Vertretungskräfte gezogen werden können. Demnach wurden 38 Personen mit 26, 119 Personen mit 20 und 21 Personen mit 15 vergütet. 13 Personen wurden anders vergütet (z.B. durch Anordnung von Mehrarbeit bzw. Aufstockung eines nicht vollen BAT-Vertrages).

Nach § 7 Nr. 2 der Verordnung zur Sicherstellung der Verlässlichen Schule handelt es sich bei den Personen, die mit 26 vergütet werden, um Personen mit Befähigung zum Lehramt, also ausgebildete Lehrer mit zweitem Staatsexamen.

Bei den Personen, die mit 20 vergütet werden, handelt es sich um Personen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium, einem Abschluss einer Fachhochschule, einer Berufsausbildung oder um Studierende für ein Lehramt, die bereits ein Praktikum an einer Schule absolviert haben, § 7 Nr. 1 der Verordnung. In dieser Gruppe befinden sich überwiegend Personen, die über ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen oder die Lehramt studieren und das erforderliche Praktikum bereits absolviert haben.

In der Gruppe der Personen, die mit 15 Euro vergütet werden, befinden sich hauptsächlich Lehramtsstudenten ohne Praktikum im Rahmen der schulpraktischen Studien sowie Studenten anderer Fächer.

Aus der Anzahl der Personen in den einzelnen Vergütungsgruppen geht hervor, dass es sich bei den externen Vertretungskräften überwiegend um Personen handelt, die ein Hochschul- bzw. Fachhochschulstudium oder eine Berufsausbildung vorweisen können bzw. noch am Studieren sind.

Frage 3. In welchem Umfang sind bisher Vertretungsstunden im Rahmen der Unterrichtsgarantie Plus, aufgeilt nach den Einzelschulen, erteilt worden?

Wie in Frage 2 ausgeführt, ist die Unterrichtsgarantie Plus ein Projekt mit dezentraler Verantwortung, sodass eine solche Abfrage aufgrund des hohen Aufwandes nicht vertretbar ist.

Frage 4. Sind der Schulaufsicht besondere Vorkommnisse im Rahmen des Einsatzes bei der Unterrichtsgarantie Plus bekannt?

Nein.

Frage 5. Welche besonderen Vorkommnisse hatten Schulleitungen im Rahmen der Dienstbzw. Fachaufsicht zu bearbeiten?

Auf die Antwort zu Frage 4 wird verwiesen.

Frage 6. Wie viele zusätzliche Dienststunden sind für die einzelnen Schulleitungen angefallen, um die Arbeitsverträge und die nachfolgende Besoldung zu bearbeiten?

Auf die Antwort zu Frage 3 wird verwiesen.

Frage 7. Gab es Elternproteste wegen des Ersatzes von qualifiziertem Unterricht durch Vertretungskräfte im Rahmen der Unterrichtsgarantie Plus?