Besonders betroffen von Entgeltungleichheit sind Frauen im ländlichen Raum

Gleicher Lohn für gleiche Leistung ­ Gleiche Einkommensperspektiven für Frauen und Männer auch in ländlichen Räumen schaffen Frauen verdienen im Bundesdurchschnitt 23 Prozent und damit fast ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen. Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern zeigt, dass Deutschland mit dieser Tatsache auf einem der hinteren Plätze liegt. Laut Statistischem Landesamt verdienen Frauen in Nordrhein-Westfalen ein Fünftel weniger als Männer. Auch der bereinigte Wert, der vergleichbare Erwerbsbiographien zwischen Männern und Frauen zugrunde legt, weist eine Lohnschere auf. So verdienen Frauen zwölf Prozent weniger als Männer, selbst wenn die gleiche Qualifikation, die gleiche Berufserfahrung, die gleiche Unternehmensgröße und der gleiche berufliche Status vorliegen.

Besonders betroffen von Entgeltungleichheit sind Frauen im ländlichen Raum. Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen liegt dort um bis zu zehn Prozent höher als in den Städten.

Das hat zur Folge, dass gerade junge Frauen verstärkt ländliche Regionen verlassen, um in größeren Städten bessere Berufs- und Einkommensmöglichkeiten für sich zu nutzen. Die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume hängt stark von den Frauen und den Möglichkeiten für ihre persönliche Entwicklung und Entfaltung ab.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Was unternimmt die Landesregierung für den Abbau der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen und gegen die Abwanderung aus ländlichen Regionen?

2. Was unternimmt die Landesregierung zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf speziell im ländlichen Raum?

3. Wie viele der Arbeitsplätze im Landesdienst sind Home-Office-Arbeitsplätze?

4. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung Unternehmen zu bewegen, arbeitsplatz-unabhängige Home-Office-Tätigkeiten zu schaffen?

5. Inwiefern fördert die Landesregierung eine flächendeckende Bereitstellung schneller Internetverbindungen im ländlichen Raum?