Förderung

Nordrhein Westfalens Weinanbaugebiete schützen ­ die Winzerbetriebe stärken

Nachdem mehrere Felsbrocken vom Drachenfels in die umliegenden Weinberge gestürzt waren, hat die Stadt Bad Honnef die Sperrung eines Weinbergweges veranlasst. Der Weinbergweg ist Bestandteil des beliebten Wanderwegs, dem Rheinsteig.

Mit der Sperrung des Weinbergweges ist auch der Zugang zu den Rebstöcken einiger Winzerbetriebe eingeschränkt. Dadurch wird die Bewirtschaftung der Flächen deutlich erschwert und die Winzer werden in ihrer Existenz bedroht.

Darüber hinaus äußerte der Kreis-Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises die Überlegung, die Weinberge zu renaturieren, um dadurch der Gefahr von herabstürzenden Felsbrocken zu begegnen.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Macht sich die Landesregierung die Forderung nach Renaturierung von Weinbergflächen im einzigen nordrhein-westfälischen Weinanbaugebiet zu eigen?

2. Wie ist aus Sicht der Landesregierung der Vorschlag zur Renaturierung von Weinbergen mit dem Geist und Zweck der Flurbereinigung vor rund 40 Jahren in Einklang zu bringen, bei der die Landesregierung half, den Weinanbau am Drachenfels zu erhalten?

3. Mit welchen Konsequenzen rechnet die Landesregierung bei einem derartig einschneidenden Eingriff in das Landschaftsbild auf die touristische Attraktivität dieses Teils von Nordrhein-Westfalen?

4. Welche Alternativen sieht die Landesregierung zur Entfernung von Rebstöcken und der damit verbundenen Aufgabe von Weinbergflächen?

5. Wie gedenkt die Landesregierung der Situation der in ihrer Existenz unverhältnismäßig gefährdeten Winzerbetriebe Broel (Bad Honnef-Rhöndorf) und Pieper (Königswinter und Bad Honnef-Rhöndorf) sowie deren Mitarbeiter zu begegnen?