Förderung des Schülerinteresses an Frankreich und am Französischunterricht

Sowohl der überregionalen Presse, als auch den Äußerungen vieler Lehrer in den Städten Erkrath, Haan, Hilden und Mettmann ist zu entnehmen, dass das Interesse der Schülerinnen und Schüler an der französischen Sprache und Kultur, und an Frankreich selbst leider nachlässt. Frankreich ist als direkter Nachbar der Bundesrepublik Deutschland einer der wichtigsten Partner Deutschlands auf Europäischer Ebene.

Auch die direkten Nachbarn Nordrhein-Westfalens, Luxemburg und Belgien, sind frankophone Länder, die Französisch als Amtssprache anerkennen.

Das Land unterstützt den deutsch-französischen Dialog durch die Zusammenarbeit mit den Instituts Francais in Düsseldorf, Köln und Aachen, an denen Sprachzertifikate erworben werden können. Es werden 19 deutsch-französische bilinguale Bildungsgänge an Gymnasien, die eine Kooperation mit französischen Gymnasien mit einschließen, angeboten sowie mehrere nach Altersgruppen und Sprachniveau differenzierte Wettbewerbe rund um das Französischlernen in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern.

Außerdem wird der deutsch-französische Dialog durch Austausch- und Begegnungsprogramme im Rahmen von 433 Schulpartnerschaften zwischen nordrheinwestfälischen und französischen Schulen, und durch Schulaustauschprogramme über einen 2-3-monatigen (Austauschprogramm Brigitte Sauzay), bzw. 6-monatigen Zeitraum (Austauschprogramm Voltaire) des Deutsch-Französischen Jugendwerkes gefördert.

Gerade vor dem Hintergrund der eng verflochtenen Partnerschaft zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland, und damit auch Nordrhein-Westfalen, besteht ein bildungspolitisches Interesse daran, die Bemühungen um die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler an der französischen Sprache und Kultur über die bisherigen Anstrengungen hinaus zu intensivieren und auszudehnen.

Hierbei soll ein besonderes Augenmerk nicht nur auf dem Anbieten der zahlreichen, obengenannten Programme und Aktivitäten liegen, sondern vor allem darauf, die einzelnen Schülerinnen und Schüler verstärkt zu ermutigen, ein eigenes Interesse am frankophonen Kulturkreis zu entwickeln.

Aussagekräftiger Indikator hierfür sind unter anderem die Zahlen der Schüler, die in vergangenen Jahren Französischunterricht erhalten haben und die Zahlen der Schüler, die in den vergangenen Jahren einen Abschluss in diesem Fach gemacht haben.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wie viele Schüler je weiterführender Schule haben in den Städten Erkrath, Hilden, Haan und Mettmann in den vergangenen 10 Jahren die Fremdsprache Französisch gewählt? Bitte einzeln darstellen.

2. Wie viele Schüler je weiterführender Schule haben in den Städten Erkrath, Haan, Hilden und Mettmann in diesem Fach einen Abschluss (z.B. Abitur, Mittlerer Schulabschluss) gemacht? Bitte einzeln darstellen.

3. Beabsichtigt die Landesregierung, die einzelnen Lehrkräfte für Französisch bei der Interessensanregung von Schülern für den frankophonen Kulturkreis zu unterstützen?

4. Durch welche Maßnahmen will die Landesregierung eine solche Interessensanregung der Schüler für den frankophonen Kulturkreis unterstützen?