Der Männergesundheitsbericht wurde in Kooperation der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit eV DGMG der Stiftung Männergesundheit und der Deutschen Krankenversicherung DKV

In ihrem Antrag beschreibt die FDP-Fraktion die Ausgangslage zum Thema Männergesundheit in Deutschland. Sie bezieht sich darin in wesentlichen Teilen auf den
1. Deutschen Männergesundheitsbericht, der Ende Oktober 2010 in Berlin veröffentlicht wurde.

Der Männergesundheitsbericht wurde in Kooperation der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. (DGMG), der Stiftung Männergesundheit und der Deutschen Krankenversicherung (DKV) erstellt.

Dieser Bericht ist jedoch nicht nur die Beschreibung des Ist-Zustandes und der sich ergebenden Perspektiven und Notwendigkeiten der Männergesundheit, sondern gleichzeitig auch ein unabdingbarer Schritt zur weiteren Entwicklung der Männermedizin in Deutschland.

Der Report ist Meilenstein und Baustein zugleich zum Thema Männergesundheit.

Er berücksichtigt nicht nur die epidemiologischen, psychischen und somatischen Gesundheitsstörungen von Männern, sondern ebenso die historischen, altersspezifischen und soziologischen Faktoren.

Es ist der Beginn, Männergesundheit ganzheitlich zu erfassen.

Die FDP-Fraktion hat sich der Notwendigkeit angenommen, zur weiteren Entwicklung der Männergesundheit von parlamentarischer Seite unterstützend wirken zu wollen.

Hinsichtlich der beschriebenen Ausganglage zu I. im Antrag schließen wir uns diesem an.

Ebenso begrüßen wir die Einladung zum Sachverständigengespräch und bedanken uns.

Sollten Konzepte zur Förderung der Männergesundheit erarbeitet werden, so ist ein Sachverständigenbeirat dafür unabdingbar.

Auch zur geforderten Feststellung der Lage zu II. des Antrages der FDP-Fraktion schließt sich die DGMG in diesem Punkt an.

Diese spiegelt Forderungen aus dem Männergesundheitsbericht und Zielsetzungen unserer Fachgesellschaft wieder.

Die weitere Förderung der Männergesundheitsforschung ist notwendig!

Schließlich besteht auch zu den Forderungen zu III. des Antrages unsere Zustimmung.

Hierzu erlauben wir uns noch einige Vorschläge und Erläuterungen zum Detail :
Ein einziges Konzept, das den spezifischen Bedarf von Jungen und Männern in der Gesundheitsförderung und Prävention abbildet und als Grundlage für Aktivitäten des Landes dienen kann ist allein nicht ausreichend.

Wenn der Landtag die Notwendigkeit der Förderung zum Thema Männergesundheit erkennt, so scheinen mehrere Konzepte erarbeitet werden zu müssen.

1. Diese müssen sich mit Öffnung des Bewusstseins in der Öffentlichkeit zum Thema Männergesundheit befassen, ähnlich wie die Präventionskampagnen zum Thema AIDS oder Verkehrstote (Anmerkung: ebenfalls Männerproblematiken)
2. Die Strukturen von Krankenkassen, Versicherungen, Gesundheitsämtern, Arbeitsmedizinern, Sozialämtern, Sanitätsdienst der Bundeswehr, Selbsthilfegruppen, Ärztekammer, Kassenärztlicher Vereinigung und einem Sachverständigenbeirat müssen in Zusammenarbeit die Datenlage als Grundlage für weitere Entscheidungen zur Förderung des Männergesundheit erarbeiten.

Als richtungweisende Vorlage mag der Männergesundheitsbericht aus 2010 herangezogen werden.

3. Die männergesundheitlich tätigen Ärzte sollten erkundet und weitergebildet werden. Die DGMG bietet hierbei ihre Unterstützung an. Sie verfügt über ein Verzeichnis von bundesweit tätigen Männerärzten.

4. Weitere Präventionsmöglichkeiten für Männer müssen publik werden. Die DGMG hat diesbezüglich die U25, eine Vorsorgeuntersuchung für junge Männer bereits erarbeitet und den interessierten Ärzten vorgestellt. Derzeit wird seitens der DGMG ein neues Präventionsmodul für den Mann ab dem 50. Lebensjahr entwickelt.

Hinsichtlich der weiteren Forderungen des Antrages der FDP-Fraktion schließen wir uns diesen, wie bereits erwähnt, an.