Neukonzeption eines ressortübergreifenden Immobilienmanagements

Die Staatsregierung wird aufgefordert, umgehend ein effizientes, ressortübergreifendes Immobilienmanagement für alle staatseigenen Liegenschaften in einer schlanken und modernen, nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführten Organisationsform zu schaffen. Dabei muss die Kompetenz zur Steuerung des gesamten Immobilienbestandes des Freistaats Bayern, insbesondere im Hinblick auf eine effektive und flächensparende Behördenunterbringung und eine gezielte Verwertung entbehrlicher Liegenschaften, zentral in einer Hand liegen (ausgenommen bleiben die der künftigen Anstalt Bayerische Staatsforsten zuzuordnenden Grundstücke). Zur Gewährleistung der unabdingbaren Vor-Ort-Kompetenz sollten Niederlassungen in den Regionen beibehalten werden.

Begründung:

Derzeit wird das Verwaltungsgrundvermögen durch die einzelnen Ressorts verwaltet.

Dies hat zur Folge, dass ein Überblick über den gesamten Immobilienbestand des Freistaats Bayern und dessen Nutzung fehlt. Ziel der Liegenschaftsbewirtschaftung muss jedoch sein, den Bestand effektiv und unter Realisierung von Synergieeffekten zu nutzen, Leerstände und unwirtschaftliche Vorratshaltung zu vermeiden und entbehrliche Liegenschaften gezielt zu verwerten.

Nur ein ressortübergreifendes Portfoliomanagement unter Einbeziehung aller staatlichen Liegenschaften hat den Überblick über den Gesamtbestand, kann dadurch in effizienter Weise Unterbringungskonzepte entwickeln und für die freiwerdenden Liegenschaften beurteilen, ob Staatsbedarf besteht oder die Liegenschaften rasch verwertet werden können. Dies setzt die Schaffung einer zentralen Entscheidungskompetenz über den gesamten Liegenschaftsbestand voraus. Dadurch werden kurze Entscheidungswege geschaffen und können die erforderlichen Effektivitätssteigerungen und Einsparpotenziale realisiert werden. Der Einsatz betriebswirtschaftlicher Instrumente kann zu weiterer Kostentransparenz beitragen.