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Richtlinien für die Gewährung von Landeszuschüssen an Organisationen der überbetrieblichen Maschinenverwendung (ÜMV) und für landwirtschaftlich-technische Gemeinschaftsvorhaben vom 27. Januar 1993 (StAnz. 11/1993 S. 726), diese Richtlinie wird in kürze in einer Neufassung im Staatsanzeiger für das Land Hessen veröffentlicht (voraussichtlich im August/September 2004). Ziel ist die Förderung der Organisation des überbetrieblichen Maschineneinsatzes, um den Mitgliedsbetrieben Maschinenkosten zu sparen und die Möglichkeit zu erschließen, moderne und somit umweltschonende aber teure Techniken kostengünstig einsetzen zu können. Dies wird dadurch erreicht, dass die Maschinen besser ausgelastet werden als im einzelbetrieblichen Einsatz und hierdurch auch schneller abgeschrieben werden können. Dies hat zur Folge, dass moderne, umweltschonende Techniken schneller und kostengünstiger angeschafft werden können.

Dabei werden die Investitionen nicht gefördert, sondern allein die Geschäftsstellen und somit die Organisation der überbetrieblichen Maschinenverwendung (Organisationsförderung). Förderungsfähige Vereinigungen sind die Landtechnischen Fördergemeinschaften, die Maschinen- und Betriebshilfsringe, die Maschinenringe, die Wasser- und Bodenverbände sowie die Dachorganisationen "Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Landtechnischen Fördergemeinschaften, Maschinenringe und Maschinen- und Betriebshilfsringe", "Wasser-, Boden- und Landschaftspflegeverband Hessen" sowie "Landesverband der Lohnunternehmer in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau Hessen e.V.".

Die Dachorganisationen erhalten ab 2004 pauschal 12.000 /a. Die regionalen Maschinenringe bzw. Wasser- und Bodenverbände erhielten im Jahr ihrer Gründung bis maximal ein Jahr danach 50.000 DM; in den darauf folgenden vier Jahren vermindert sich der Förderbetrag um jeweils 6.500 DM auf einen Sockelbetrag von 24.000 DM bzw. 12.271 ab 2004 auf 8.000 /a.

Die ÜMV-Förderung in der jetzigen Form wurde 1993 eingeführt. Zuvor gab es sowohl eine Investitions- als auch eine Organisationsförderung.

Eine Befristung ist nicht vorgesehen.

Die ÜMV-Förderung hat dazu geführt, dass heute in jedem Dienstbezirk (der damaligen Landwirtschaftsämter) eine ÜMV-Organisation tätig ist. Dadurch ist weitgehend gewährleistet, dass in Hessen flächendeckend diese Möglichkeit der Maschinenkostensenkung angeboten werden kann und damit das Land Hessen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Agrarstandortes leistet.

Durch die Umsetzung einer Vielzahl von Vorschriften europäischer, nationaler und ggf. auch hessischer Herkunft wird der Druck auf die praktische Landwirtschaft steigen, moderne und umweltschonende, aber damit auch teure Technik einsetzen zu müssen. Den Trägern der hessischen ÜMV-Angebote wird daher auch in Zukunft die Aufgabe zufallen, diese Technik den landwirtschaftlichen Betrieben kostengünstig anbieten zu können. Durch die staatliche Förderung der ÜMV-Organisationen unterstreicht das Land Hessen seine Bereitschaft, wenn schon nicht die umweltschonende Technik selbst, dann doch zumindest deren überbetriebliche Anwendung zu unterstützen, nicht zuletzt, um die strukturell begründeten Wettbewerbsnachteile der hessischen Betriebe gegenüber den Kollegen an Gunststandorten etwas auszugleichen.

Durch Änderung des Rahmenplans der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" konnte die Maßnahme in Kap. 09 82 umgesetzt werden und somit einer Kofinanzierung durch EU und Bund zugeführt werden.