Wirtschaftsförderung

94 Beteiligungsbericht 2005 des Landes Rheinland-Pfalz Gründe für die Beteiligung

Die wissenschaftliche Konzeption, die organisatorische Vorbereitung und die Durchführung der Ausstellung „Konstantin der Große" sind mit einem hohen und komplexen Koordinierungs- und Zeitaufwand verbunden. Dies lässt sich am zweckmäßigsten nur durch eine befristet errichtete Ausstellungsgesellschaft bewerkstelligen, zumal regionale Partner ­ Stadt Trier und Bistum Trier ­ in Form einer direkten Beteiligung als Mitgesellschafter beitreten und mitwirken sollen. Die drei Ausstellungsstandorte (Rheinisches Landesmuseum Trier, Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum, Städtisches Museum Simeonstift) sind personell und organisatorisch nicht ausreichend ausgestattet, um das Großprojekt selbst durchzuführen zu können.

Geschäftsverlauf 2004

Das Jahr 2004 war geprägt durch die Aufbauphase der Gesellschaft. Die ersten konzeptionellen Arbeiten erfolgten durch die beiden wissenschaftlichen Leiter des Projekts in Zusammenarbeit mit den Fachkollegen vor Ort. Für die Vorbereitung des Leihverkehrs wurde die dazu notwendige Software entwickelt und nachfolgend eine Datenbank mit potentiellen Exponaten erstellt. Mit der Entwicklung des Corporate Design ist eine Agentur beauftragt, die in einem zweistufigen Wettbewerb im Dezember 2004 ermittelt wurde.

Gegenwärtig erzielt die Gesellschaft noch keine eigenen Umsätze; eigene Einnahmen ergeben sich erst über Eintrittsgelder bei Durchführung der Landesausstellung in 2007. Bis dahin ist die Gesellschaft auf Zuwendungen des Gesellschafters Land und Dritter angewiesen. Die Finanzierung der Ausstellungsgesellschaft erfolgte in 2004 aus Mitteln der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur. Die bisherige Entwicklung der Gesellschaft entspricht den Erwartungen.

Mit den wirtschaftlichen Planungen für die Jahre bis 2007 wurde in Abstimmung mit den künftigen Mitgesellschaftern begonnen. Die Stadt Trier und das Bistum Trier sollen als weitere (Minderheits-) Gesellschafter in 2005 hinzutreten. Investitionen, insbesondere zur Präsentation der Ausstellungsstücke, sind geplant. Diese betreffen in erster Linie die Ausstellungsarchitektur, die von einem darauf spezialisierten Architekturbüro entwickelt werden soll; ein Wettbewerb zur Auswahl eines solchen Büros erfolgt in 2005.

Es steht zu erwarten, dass die weitere Entwicklung der Gesellschaft plangemäß verläuft.

1. Die Entwicklung eines Konzeptes für die Einrichtung von Industrie- und Gewerbeparks (Ökomparks) in verschiedenen Gemeinden des Landkreises Birkenfeld, in dem Unternehmen der Entsorgungs- und Umwelttechnik, der Abfallvermeidung, Abfallverwertung und -weiterverarbeitung (Recycling) sowie entsprechende Serviceeinrichtungen und sonstige Unternehmen angesiedelt werden sollen, die das Konzept unter ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Synergieeffekten ergänzen;

2. die Abstimmung des Konzepts und die Zusammenarbeit zur Realisierung des Konzepts mit allen Behörden und Institutionen des Landes und den Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz, der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union;

3. die Umsetzung des Konzepts in die Realität und die Durchführung aller zu diesem Zweck geeigneten Schritte zur Ansiedlung geeigneter Unternehmen, wie zum Beispiel:

- das Hinwirken auf die Lösung landesplanerischer und verkehrsplanerischer Grundsatzfragen, die für das Konzept relevant sind;

- die Durchführung von Werbe- und Public Relation -Maßnahmen zur Bekanntmachung des Konzepts bei Öffentlichkeit und interessierten Unternehmen;

- das Hinwirken auf die Bereitstellung ausreichenden Industrie- und Gewerbegebietes durch Land, Bund, Gebietskörperschaften und Dritte an Unternehmen, die der Zielsetzung des Ökomparks entsprechen; dazu soll die Gesellschaft ein professionelles und international ausgerichtetes Marketing-Konzept erarbeiten und betreiben;

- die Beratung und Unterstützung ansiedlungswilliger Unternehmen und sonstiger Institutionen im Bereich Forschung und Entwicklung, die der Zielsetzung des Ökomparks entsprechen, in allen relevanten Fragen, die mit ihrer Standortwahl und Ansiedlung im Ökompark zusammenhängen, z. B. Fördermittel usw.;

- die Förderung der Ansiedlung junger Unternehmen, die der Zielsetzung des Ökomparks entsprechen;

4. die Initiierung und Förderung der technologischen Zusammenarbeit der angesiedelten Unternehmen und Institutionen untereinander sowie im Verbund mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen (Fachhochschulen, Universitäten, usw.), insbesondere die Konzeptentwicklung für ein Institut für kybernetische Abfallwirtschaft;

5. die Einrichtung und Unterhaltung geeigneter Maßnahmen zur ökologischen Überwachung des Gewerbeparks und der dort angesiedelten Unternehmen.

Die Gesellschaft dient der Wirtschaftsförderung und verfolgt die schrittweise Verbesserung der wirtschaftlichen Struktur in der von Konversionsfolgen besonders betroffenen Region Birkenfeld.

Geschäftsverlauf 2004

Im Berichtsjahr wurde -wie im Vorjahr- keine Ökomparkabgabe erlöst. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft sind geordnet, so lange die Gesellschafter die aufgabenbedingten Verluste durch Kapitalzuschüsse ausgleichen. Folge des Gesellschaftszweckes -der Realisierung des Ökompark-Konzeptes- sind erhebliche Kosten für Personal, Marketing, Gutachten, Konzeptionen, denen keine bzw. nur geringfügige Umsätze gegenüberstehen.