Lärmschutz an der B 9 bei Wörth

Entlang der B 9 kurz vor der Abfahrt Wörth in Richtung Karlruhe wurden zahlreiche Bäume gefällt, die als natürlicher Lärmschutz für die dahinter liegenden Häuser dienten. Gemäß Antwort der Landesregierung auf meine Kleine Anfrage 3089 vom 5. Juli 2010 (vgl. Drucksache 15/4814) werden die maßgeblichen Immissionsgrenzwerte der Lärmsanierung sowie der Lärmpegel nach den „Richtlinien für straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Verkehrslärm" deutlich unterschritten.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Von wann sind die Verkehrskennzahlen, die dieser Berechnung zugrunde liegen?

2. Wie verhält sich die Verkehrsbelastung im betroffenen Streckenabschnitt inklusive Lkw-Verkehr und welchen Anteil macht dieser aus?

3. Wurde der Lkw-Verkehr ebenfalls gesondert in die Berechnung aufgenommen?

4. Wurden bei der Berechnung des Lärmpegels auch Verkehrsprognosen einbezogen, und inwiefern ist es möglich, dass in Zukunft evtl. die Grenzwerte überschritten werden?

Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 7. September 2010 wie folgt beantwortet:

Zu Frage 1: Den schalltechnischen Berechnungen liegen Verkehrsdaten aus der Jahreszählung 2005 zugrunde, die auf das Jahr 2010 hochgerechnet wurden.

Zu Frage 2: Das aktuelle Verkehrsaufkommen im Zuge der B 9 liegt bei 32 000 Fahrzeugen täglich, der Lkw-Anteil beträgt 16,2 %.

Zu Frage 3: Ja.

Zu Frage 4: Auf der Grundlage der Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen in der Baulast des Bundes (VLärmSchR-97) ist im Rahmen der Lärmsanierung ausschließlich das aktuelle Verkehrsaufkommen zu berücksichtigen.

In Anbetracht der im Bereich der nächstgelegenen Bebauung ermittelten Lärmpegel ist nach derzeitiger Einschätzung des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz eine Überschreitung der maßgeblichen Lärmsanierungsgrenzwerte in naher Zukunft nicht zu erwarten.