Situation von Schulabgängern ohne Ausbildungsplatz

Wir fragen die Landesregierung:

1. Wie hat sich der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss in den letzten fünf Schuljahren (prozentual und absolut) entwickelt?

2. Wie hat sich die Zahl der jeweils aufgenommenen Schülerinnen und Schüler im Berufsvorbereitungsjahr entwickelt und wie viele davon haben den Hauptschulabschluss erreicht?

3. Wie hat sich die Zahl der in die BF I aufgenommenen Schülerinnen und Schüler seit deren Einführung entwickelt und wie viele davon sind in die BF II übergewechselt?

4. Wie bewertet die Landesregierung die Chancen dieser Schülerinnen und Schüler nach Abschluss dieser Bildungsgänge in diesem Jahr auf dem Ausbildungsmarkt?

Das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 4.Dezember 2006 wie folgt beantwortet:

Zu Frage 1: Die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen ohne Hauptschulabschluss der fünf statistisch zuletzt erfassten Jahre.

In diesen Zahlen sind auch die Schülerinnen und Schüler der Förderschulen enthalten, die entweder ein Abschlusszeugnis oder ein Abgangszeugnis der Förderschule erhalten haben.

Die Prozentzahlen beziehen sich auf den durchschnittlichen Altersjahrgang der gleichaltrigen Wohnbevölkerung.

Zu Frage 3: Die Schülerzahlen an öffentlichen und privaten Schulen in der Berufsfachschule I und II (seit der Änderung des SchulG vom 18. März 2004).

Die Situation der Absolventinnen und Absolventen des Berufsvorbereitungsjahres sowie der Berufsfachschule I und II bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterscheidet sich in diesem Jahr nicht grundlegend von der des vergangenen Jahres. Auch in diesem Jahr war die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt sehr angespannt. Dank gemeinsamer Anstrengungen aller Beteiligten und auch der Sonderprogramme des Landes konnten bereits bis zum Ende des Berichtsjahres 2005/2006 zum Stichtag 30. September zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden. Auch die Ergebnisse der Nachvermittlungsaktion „Chancengarantie" im Oktober 2006 haben zur Vermittlung weiterer Ausbildungsplätze und Qualifizierungsmaßnahmen geführt. Die Nachvermittlungen laufen unvermindert weiter. Zwar ist eine abschließende Bewertung erst nach dem 31. Dezember 2006 möglich, es besteht jedoch Grund zu der Annahme, auch am Ende dieses Jahres wiederum eine positive Bilanz ziehen zu können, d. h. bis dahin jeder Bewerberin oder jedem Bewerber ein Qualifizierungsangebot unterbreiten zu können.