Reform der Erzieher-/Erzieherinnenausbildung

Die Anforderungen an Erzieher/Erzieherinnen wie auch deren Tätigkeitsspektrum haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Veränderungen der Familienstruktur, eine steigende Zahl von Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten, die Vermittlung von Europa- oder Medienkompetenz sind einige der Aspekte, die in der Aus- und Fortbildung wie auch in der Berufspraxis von Erziehern/Erzieherinnen Berücksichtigung finden müssen.

Um den beschriebenen Veränderungen sowie den gestiegenen Anforderungen an die Tätigkeit als Erzieher/Erzieherin gerecht zu werden, wird die Landesregierung aufgefordert, die Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/Erzieherin strukturell und inhaltlich zu reformieren.

Der Landtag fordert die Landesregierung auf, die Erzieher/Erzieherinnen-Ausbildung nach folgenden Vorgaben zu modernisieren:

· Zugang zur Fachschule für Sozialpädagogik erhält, wer die Allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife nachweisen kann.

· Nach dem Besuch der zweijährigen theoretischen Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik können sich die Schülerinnen und Schüler künftig entscheiden zwischen einem Ausbildungsweg mit dem Abschluss „Erzieher/Erzieherin" und einem Studium, das mit dem Bachelor-Grad „Erzieher/Erzieherin, B.A." abschließt.

· Der Abschluss „Erzieher/Erzieherin" kann nach einem einjährigen Anerkennungsjahr erworben werden.

· Der Bachelor-Grad „Erzieher/Erzieherin, B.A." kann nach einem neukonzipierten, zweijährigen Studium mit integrierten Praktikum-Phasen an der Fachhochschule erworben werden.