Förderprogramm

Die Landesregierung hat mit ihrem Förderprogramm „Freiwillige Ganztagsschulen" vom 28. Juni 2002 (GMBl. Saar S. 98) die Voraussetzungen geschaffen für ein bedarfsorientiertes und qualitativ anspruchsvolles Bildungs- und Betreuungsangebot im Anschluss an die tägliche Unterrichtszeit.

Das Programm enthält eine klare Aussage zum Bildungscharakter dieser nachmittäglichen Angebote und legt die rechtlichen, organisatorischen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen fest.

In pädagogischer Hinsicht gehört hierzu insbesondere, dass der Träger des Bildungs- und Betreuungsangebotes und die einzelne Schule gemeinsam ein auf den jeweiligen Standort bezogenes Konzept zur zeitlichen, organisatorischen und inhaltlichen Ausgestaltung erarbeiten, das sich in geeigneter Weise in das Schulkonzept einfügt und das mit dem Schulträger abgestimmt ist.

Zur Umsetzung dieses Programms stellt die Landesregierung jährlich 1,53 Mio zur Verfügung. Dies ist das Zehnfache des Betrages, der 1999 von der damaligen Landesregierung für die finanzielle Förderung von Nachmittagsangeboten an Schulen bereitgestellt worden war: Damals waren es nur 300.000,00 DM bzw. 153.000,00. Das Land fördert jede Gruppe, deren Angebot bis 14.00 Uhr dauert, mit jährlich 2.500,00 Angebote bis mindestens 16.00 Uhr mit jährlich 5.000,00. Außerdem kommen bei den 16.00 Uhr-Gruppen auch Lehrkräfte zum Einsatz, und zwar im Umfang von bis zu fünf Lehrerstunden wöchentlich.

Ausgegeben: 10.09.

Die Attraktivität des Förderungsprogramms lässt sich aus der Tatsache ersehen, dass die Zahl der Schulen mit nachmittäglichem Bildungs- und Betreuungsangebot seitdem stark gestiegen ist:

Das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft hat in enger Zusammenarbeit mit den Trägerorganisationen bereits Anfang 2003 ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für die in Freiwilligen Ganztagsschulen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisiert, das an sechs Standorten im Saarland durchgeführt wird und ca. 80 Stunden umfasst. Das Programm ist modular aufgebaut, so dass unterschiedlichem Fortbildungsbedarf flexibel entsprochen werden kann. Das Interesse an diesem Fortbildungsprogramm ist groß.

Wie viele Plätze werden in den einzelnen Einrichtungen vorgehalten und wie viele Plätze waren zum 31.05.2003 tatsächlich besetzt?

Die dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft vorliegenden Zahlen geben den Stand Dezember 2002 wieder. Damals waren in den Freiwilligen Ganztagsschulen insgesamt 339 Gruppen eingerichtet, die zusammen eine Aufnahmekapazität von 6.780 Schülern hatten. Von dem Angebot machen 4.877 Schüler Gebrauch, was einer Auslastung von 66,2 % entspricht.

Da davon ausgegangen werden kann, dass die Angebote grundsätzlich mit Beginn des Schuljahres eingerichtet werden, dürften diese Zahlen im Wesentlichen auch für den 31.05.2003 noch zutreffen.

Existieren in den einzelnen Einrichtungen Ferienregelungen oder Regelungen bei Brückentagen? Wenn ja, wie sind diese Regelungen gestaltet?

Zu Frage 2: Das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft führt mit neun Maßnahmeträgern regelmäßige Trägerkonferenzen durch, in denen die Weiterentwicklung des Bildungs- und Betreuungsangebotes der Freiwilligen Ganztagsschulen diskutiert wird.

Hierbei war die Einbeziehung von Ferienbetreuungsangeboten und Angeboten an Brückentagen mehrfach Gegenstand der Erörterung. Bereits in den Osterferien 2003 haben mehrere Maßnahmeträger entsprechende Angebote gemacht.

In welchen Einrichtungen gibt es ein Essensangebot?

Bitte um Angabe, in welchen Einrichtungen ein warmes Essen gereicht wird!

Zu Frage 3: Das Förderprogramm „Freiwillige Ganztagsschulen" legt fest, dass ein über 14.00 Uhr hinaus gehendes Nachmittagsangebot die Bereitstellung eines Mittagessens einschließt. Dementsprechend gibt es in allen Gruppen mit einem Bildungs- und Betreuungsangebot bis mindestens 16.00 Uhr ein warmes Mittagessen. Wo Gruppen bis 14.00 Uhr und solche bis 16.00 Uhr parallel geführt werden, können alle Kinder von diesem Angebot Gebrauch machen.

Aus der als Anlage beigefügten Liste sind die bis 14.00 Uhr bzw. 16.00 Uhr und länger dauernden Angebote ersichtlich.

Welche Einrichtungen halten ein über die Beaufsichtigung hinausgehendes Betreuungs- bzw. Hausaufgabenbetreuungsangebot vor?

Zu Frage 4: Das Förderprogramm „Freiwillige Ganztagsschulen" legt fest, dass an allen Freiwilligen Ganztagsschulen ein Bildungs- und Betreuungsangebot besteht. Das gilt unabhängig davon, ob die jeweilige Freiwillige Ganztagsschule Öffnungszeiten bis 14.00 Uhr, 16.00 Uhr oder länger vorsieht.

In den Angeboten, die mindestens bis 16.00 Uhr dauern, ist die Hausaufgabenbetreuung ein fester Bestandteil des Bildungs- und Betreuungsangebotes; sie schließt sich in der Regel unmittelbar an die Mittagspause an. Die jeweiligen Standorte können aus der Anlage entnommen werden.

Auch in den 14.00-Uhr-Gruppen besteht ein strukturiertes Bildungs- und Betreuungsangebot im Rahmen von Spiel- und Bewegungsaktivitäten sowie Lese- und Werkstunden.