Grundschule

Wie hoch ist der Prozentsatz sprachauffälliger Kinder in den Schulkindergärten und den Grundschulen im Saarland?

Wie hat sich in den vergangenen 10 Jahren die Zahl bzw. Es liegen in Deutschland mehrere Untersuchungen vor, in denen eine Zunahme des Anteils von sprachauffälligen Kindern festgestellt wird.

Ausgegeben: 10.09.

Seit wann gibt es ambulanten Sprachförderunterricht an den Grundschulen im Saarland?

Zu Frage 4: Seit dem Schuljahr 1981/82 wird für sprachauffällige Kinder in den Schulkindergärten und den Eingangsklassen der Grundschulen Sprachförderunterricht angeboten.

Wer entscheidet, welches Kind Sprachförderunterricht erhält?

Nach welchen Kriterien wird entschieden, ob ein Kind Sprachförderunterricht erhält?

Zu den Fragen 5 und 6:

Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer des 1. Schuljahres bzw. der Schulkindergartengruppen führen mit speziell dafür entwickelten Prüfmaterialien eine Voruntersuchung durch. Sie soll Aussagen über

- fehlerhafte Aussprache (Stammeln),

- Verstöße gegen Regeln der Grammatik und des Satzbaus (Dysgrammatismus)

- und Störungen des Redeflusses (Stottern, Poltern) ermöglichen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen Hinweise liefern, ob sprachheilpädagogische Maßnahmen erforderlich sind.

Auch wenn Eltern sprachliche Entwicklungsrückstände bei ihrem Kind vermuten oder wenn ihr Kind bereits in logopädischer Behandlung ist, können sie mit der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer ihres Kindes oder der Sprachheillehrerin bzw. dem Sprachheillehrer einen Gesprächstermin zur individuellen Beratung vereinbaren.

Die Grundschule meldet Kinder, bei denen sprachliche Auffälligkeiten in der Muttersprache zu beobachten sind, zur differenzierenden Sprachüberprüfung durch Sprachheillehrerinnen und Sprachheillehrer. Aufgrund dieser Überprüfungen entscheidet die Schulaufsichtsbehörde über den Einsatz der zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden für den Sprachförderunterricht.

Wie viele Schüler erhielten seit 1995

Sprachförderunterricht? Bitte nach Schuljahren gegliedert!

Zu Frage 7: Die Anzahl der geförderten Schüler ist nicht zentral erfasst.

Wie viele Unterrichtsstunden "Sprachförderung" stehen einem sprachauffälligen Kind zu?

Zu Frage 8: Es werden grundsätzlich zwei Lehrerwochenstunden pro Gruppe in den Schulkindergärten an Grundschulen und eine Lehrerwochenstunde pro Klasse 1 der Grundschulen für Sprachförderunterricht bereitgestellt, wenn genügend Sprachheillehrer für diese Aufgabe abgeordnet werden können.

Wie viele Lehrerstunden wurden dafür in den einzelnen Schuljahren eingesetzt?

Zu Frage 9: Durch Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrer für Sprachbehinderte wurde Sprachförderunterricht in folgendem Umfang geleistet: Falls die Zahl der zur Verfügung gestellten Lehrerstunden zurückging, was waren die Gründe?

Zu Frage 10:

Aufgrund des bundesweiten Mangels an Lehrkräften mit der Befähigung für das Lehramt für Sonderpädagogik können seit Jahren nicht alle Stellen wie vorgesehen mit Sonderschullehrern besetzt werden. Dadurch und durch den überproportionalen Anstieg der Zahl von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischer Förderungsbedürftigkeit in den vergangenen 12 Schuljahren kommt es zu Engpässen bei der Lehrerversorgung in beiden Bereichen sonderpädagogischer Förderung.

Der Sprachförderunterricht zählt nicht zu den Pflichtaufgaben sonderpädagogischer Förderung wie die Unterrichtung und behinderungsspezifische Förderung behinderter Kinder in Schulen für Behinderte sowie die Unterstützung bei der gemeinsamen Unterrichtung behinderter Kinder mit nichtbehinderten in Schulen der Regelform. Diese Pflichtaufgaben haben Vorrang gegenüber dem Sprachförderunterricht als „KannLeistung". Zur Vermeidung von Unterrichtsausfall musste der Sprachförderunterricht daher vorerst reduziert werden.

Beabsichtigt die Landesregierung den Sprachförderunterricht zu intensivieren?

Zu Frage 11:

Es ist vorgesehen, die Anzahl der Lehrerwochenstunden für den Sprachförderunterricht aufzustocken, sobald die Personalsituation dies zulässt.

Wie hat sich diese Zahl seit Einführung des Sprachförderunterrichts in den Jahren entwickelt?

Zu Frage 12:

Es wird auf die Antwort zu Frage 9 verwiesen.