Von den Höhergruppierungen profitieren insgesamt gesehen deutlich mehr Frauen als Männer

Beförderung und Höhergruppierung

Bei den Beförderungen und Höhergruppierungen hat sich im Vergleich zum ersten Berichtszeitraum an der Tatsache, dass Frauen in beamteten Positionen nicht in gleichem Umfang an den Beförderungsprozessen teilhaben wie Männer, nur eine geringfügige Veränderung ergeben. Der Frauenanteil bei Beförderungen im Bereich der nachgeordneten Behörden und der Körperschaften, Anstalten und Stiftungen konnte deutlich zwischen 16,5 und 30,3 % gesteigert werden.

Von den Höhergruppierungen profitieren insgesamt gesehen deutlich mehr Frauen als Männer. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass nach wie vor im Angestelltenbereich 75,7 % der Beschäftigten in den niedrigen Vergütungsgruppen (BAT X bis V c) Frauen sind, so dass der insgesamt höhere Frauenanteil bei Höhergruppierungen nicht dazu führt, ihre Unterrepräsentanz in den oberen Vergütungsgruppen abzubauen. Es muss allerdings festgestellt werden, dass u.a. für Beförderungen in die oberen Funktionsebenen die Voraussetzungen in aller Regel bereits vor Jahren Grund gelegt wurden. Insofern schlagen sich hier nicht zuletzt die Versäumnisse der Frauenförderung in früheren Zeiträumen, u.a. in der Zeit vor In-Kraft-Treten des LGG, nieder. Es gilt deshalb verstärkt darauf zu achten, dass Laufbahnplanungen mit dem Ziel einer Befähigung von Frauen für Führungsfunktionen schon bei jüngeren Beschäftigten ansetzen müssen. Das trifft ganz besonders auf den Beamtenbereich, zu, in dem nach wie vor die größten Nachholbedarfe bei Führungsfunktionen zu verzeichnen sind.

Die Berichte zur Umsetzung der Zielvorgaben enthalten auch Angaben über die nach den Frauenförderplänen vorgesehene Verstärkung des Fortbildungsangebotes und der Möglichkeit zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen insbesondere von Frauen, die von den Dienststellen, die hierzu Angaben gemacht haben, im Berichtszeitraum 1999 bis 2001 konsequent weiter betrieben wurde.

Die nachfolgenden Tabellen geben einen Überblick über die Anzahl der Teilnehmenden an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Berichtszeitraum. Die Angaben in den Berichten beschränken sich auf die Art der Veranstaltung sowie die Zahl der teilnehmenden Frauen und Männer, so dass eine Auswertung hinsichtlich der Frage, wie viele Frauen aus unteren und mittleren Besoldungs-, Vergütungs- und Lohngruppen durch die Teilnahme an gezielten Weiterqualifizierungsmaßnahmen die Chance zur Übernahme höherwertiger Tätigkeit erworben haben, nicht möglich ist. Die Berichte verweisen jedoch darauf, dass zumindest im Bereich der obersten Landesbehörden, die ressortübergreifenden Weiterqualifizierungslehrgänge für Beschäftigte ohne spezifische Verwaltungsausbildung regelmäßig genutzt werden, da bei erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit der Übertragung höherwertiger Tätigkeit gegeben sein kann.

Im Vergleich zum ersten Berichtszeitraum ist festzustellen, dass deutlich mehr Teilnehmende an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen angegeben werden. Allein im Geschäftsbereich der Landesregierung waren es im zweiten Berichtszeitraum rund doppelt so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer (insgesamt 3.045) wie im Verlauf des ersten Berichtszeitraumes (insgesamt 1.521), wobei der Frauenanteil erheblich gestiegen ist. Im ersten Berichtszeitraum 1996 bis 1998 betrug der Frauenanteil 44,2 % im zweiten (1999 bis 2001) 50,4 %. Dabei ist davon auszugehen, dass die Steigerung der absoluten Zahl der Teilnehmenden im Wesentlichen auf die mangelhafte Erfassung der tatsächlichen Teilnahme der Beschäftigten an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Verlauf des ersten Berichtszeitraumes zurückzuführen ist.

Im gesamten Landesbereich haben nach den Angaben in den auswertbaren Berichten von 1999 bis 2001 insgesamt 10.291 Frauen und 10.110 Männer an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen.