Schule

Das Ziel des Faches Arbeitslehre ist eine elementare, zunehmend anspruchsvollere Einführung in Zusammenhänge, Erkenntnisformen und grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten, die geeignet sind, Kindern ein erstes Verhältnis zu der heutigen Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftswelt mit ihren technologischen Voraussetzungen und gesellschaftlichen Zusammenhängen zu vermitteln, ihnen Hilfe für die praktische Lebensbewältigung, die Berufswahl und Anregungen zur sinnvollen Freizeitgestaltung zu geben.

Die Arbeitslehre der Klassenstufen 5 und 6 soll Einsicht, Kenntnisse und Fertigkeiten im technisch-wirtschaftlichen Bereich vermitteln, Einsichten in gesellschaftlich-politische Bereiche anbahnen, Impulse zur Mitarbeit geben, Verständnis wecken für die Zusammenhänge der Inhalte unterschiedlicher Fächer.

Sie soll Schülerinnen und Schüler anschaulich-konkret lernen lassen, ihnen durch effektives Handeln Erfolgserlebnisse vermitteln und zur höheren Lernmotivation beitragen.

Die Arbeitslehre zielt nicht primär auf die perfekte Herstellung eines Produktes, auf vollkommene Ausübung einer handwerklichen Fertigkeit, auf die exakte Bewertung einer Dienstleistung und auch nicht auf die vollkommene Analyse eines Gegenstandes. Sie zielt vielmehr auf Begriffserklärung im Werkvollzug, Vermittlung grundlegender Einsichten und Übung prozessorientierter Fähigkeiten und Fertigkeiten. Damit dies erreicht wird, müssen die Lehrerinnen und Lehrer des Faches Arbeitslehre alle Anlässe nutzen, um Sachverhalte auch mathematisch und sprachlich zu durchdringen.

Im Fach Arbeitslehre werden Wissen und Fähigkeiten, die in anderen Fächern erworben wurden, angewendet und weiter vertieft. Ebenso werden Inhalte und Verfahren in den Bezugsfächern genutzt, um die Ziele des jeweiligen Faches zu erreichen. Bezugsfächer sind in der Klassenstufe 5 vorrangig Deutsch, Mathematik, Biologie und Bildende Kunst.

Damit Kooperation gelingt, sollten die Fachkonferenzen in gemeinsamer Arbeit einen schuleigenen Stoffverteilungsplan erstellen und überprüfen, auf welche Inhalte und Voraussetzungen das Fach Arbeitslehre zurückgreifen kann. Ebenso sollte überprüft werden, welche Inhalte und Arbeitstechniken der Arbeitslehre übernommen werden können bzw. in welcher Weise die Projekte der Arbeitslehre zur Veranschaulichung von Inhalten der Bezugsfächer dienen können. Vor allem für die Fächer Mathematik und Deutsch sind Kooperationsmöglichkeiten gegeben.

Grundsätzlich gilt Folgendes:

Die Lehrerinnen und Lehrer des Faches Arbeitslehre haben alle in ihrem Unterricht sich sinnvoll anbietende Möglichkeiten zu nutzen, um Sachverhalte auch mathematischrechnerisch zu durchdringen, mathematisches Denken schulen zu helfen, Rechenfertigkeiten zu üben, mathematische Gesetzmäßigkeiten hinter Sachproblemen zu zeigen. Entsprechende Absprachen sind zwischen den Fachlehrerinnen und ­lehrern zu treffen.

Im fachsprachlichen Unterricht des Faches Arbeitslehre sollte besonders auf die angemessene und korrekte Verwendung der deutschen Sprache im mündlichen und schriftlichen Bereich geachtet werden, z. B. im mündlichen Sprachgebrauch sich angemessen zu äußern, sich richtig auszudrücken.

Bei allen schriftlichen Arbeiten ist neben der möglichst eindeutigen Wiedergabe der Sache insbesondere auf die Rechtschreibung, die grammatikalische Richtigkeit, die äußere Form und die Schrift zu achten.

Der Unterricht erfolgt grundsätzlich koedukativ in Gruppen. Es gibt keine Wahl der Bereiche.

Vorrangige Unterrichtsverfahren sind: Werkaufgabe/Projekt, Lehrgang, Demontage, Montage und Analyse.