Nachhilfe

229 D) FÖRDERUNG IM BEREICH DER BERUFSVORBEREITUNG - ALSO VOR DER AUSBILDUNG (AUSZÜGE AUS EINER DOKUMENTATION DES LANDESARBEITSAMTES RHEINLANDPFALZ/SAARLAND) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen nach dem SGB III haben das Ziel, Jugendliche für die Eingliederung in eine betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung bzw. in eine Arbeitsstelle "fit" zu machen. Je nach Zielgruppe und Inhalt der Maßnahmen dauern diese von unter einem bis höchstens 36 Monate (zu den unterschiedlichen Maßnahmeformen siehe folgende Kurzbeschreibung). Kurzbeschreibung der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit (Teil 1) Maßnahmeform testen informieren probieren Grundausbildungslehrgang Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene, die den Anschluss an das Berufsleben zu verlieren drohen oder bereits verloren haben, z. B. Festigung der Motivation der Teilnehmer/-innen für eine berufliche Ausbildung, Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit; Möglichkeit zur Überprüfung bzw. Treffen der Berufswahlentscheidung.

Kurzbeschreibung der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit (Teil 2) Maßnahmeform Förderlehrgang Lehrgang zur Verbesserung beruflicher Bildungs- und Eingliederungschancen Zielgruppe Behinderte, die für eine Berufsausbildung in Betracht kommen, jedoch wegen ihrer in einer nicht nur vorübergehenden Behinderung begründeten Lernerschwernis einer besonderen Förderung bedürfen, aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung für eine Berufsausbildung nicht in Betracht kommen, andererseits durch die Beschäftigung in einer Werkstatt für Behinderte unterfordert wären, wegen der Dauer ihrer medizinischen Rehabilitation nicht mehr wettbewerbsfähig sind.

Sofern eine Ausbildung voraussichtlich nicht in Frage kommt, Vermittlung von fachpraktischen und fachtheoretischen Grundkenntnissen.

Eintritte in berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen im Saarland 1997 - 2001

BBE (Lehrgang zur Verbesserung beruflicher Bildungs- und Eingliederungschancen 516 587 602 605 635

Quelle: Landesarbeitsamt Rheinland-Pfalz-Saarland

Daten liegen erst seit 1997 vor.

Für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen setzen die Arbeitsämter jährlich ca. 13 Millionen DM ein.

Angebote während der Ausbildung

· Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Durch ausbildungsbegleitende Hilfen soll den Jugendlichen in einer außerbetrieblichen oder betrieblichen Ausbildung ermöglicht werden, ihre Ausbildung erfolgreich zu beenden. Dies geschieht durch Stütz- und Nachhilfeunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten, durch Förderung der Fachpraxis und Fachtheorie und durch sozialpädagogische Begleitung.

Vorrangig förderfähig sind in solchen Maßnahmen lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche. Die Maßnahmekosten sowie die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung werden dem Betrieb bzw. der außerbetrieblichen Einrichtung für die Zeit der Teilnahme an den ausbildungsbegleitenden Hilfen vom Arbeitsamt erstattet.