Gelingt dies nicht ist eine Förderung bis zum Ende der Ausbildung in der außerbetrieblichen Einrichtung

Landtag des Saarlandes - 12. Wahlperiode - 232 · Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung

Die Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung ist für die Zielgruppe der lernbeeinträchtigten und sozial benachteiligten Auszubildenden konzipiert, denen nach der Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme eine Ausbildungsstelle in einem Betrieb auch mit ausbildungsbegleitenden Hilfen nicht vermittelt werden kann.

Bei diesen Maßnahmen sind Berufsausbildung, Stützunterricht und sozialpädagogische Begleitung aufeinander abgestimmte Bestandteile. Nach dem ersten Jahr der Berufsausbildung ist der Übergang in eine betriebliche Ausbildungsstelle anzustreben.

Gelingt dies nicht, ist eine Förderung bis zum Ende der Ausbildung in der außerbetrieblichen Einrichtung möglich.

· Übergangshilfen

Die Übergangshilfen als eine Sonderform der ausbildungsbegleitenden Hilfen dienen dazu, Auszubildende außerhalb einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Einrichtung nach Abbruch einer Ausbildung in einem Betrieb oder einer außerbetrieblichen Einrichtung bis zur Aufnahme einer weiteren Ausbildung zu unterstützen oder nach erfolgreicher Beendigung einer Ausbildung ein Arbeitsverhältnis zu begründen oder zu festigen. Übergangshilfen können maximal für die Dauer von 6 Monaten gewährt werden.

Die geringe Anzahl der Jugendlichen, die nach ihrer Ausbildung auf eine Förderung durch Übergangshilfen angewiesen sind, ist auf die positive Wirkung der ausbildungsbegleitenden Hilfen während der Ausbildung zurückzuführen.

Quelle: Landesarbeitsamt Rheinland-Pfalz-Saarland Maßnahmen nach dem Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit (JuSoPro)

Das im Jahre 1999 erstmals durchgeführte Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit hat sich bewährt und wird mit leichten Modifikationen noch bis 2003 fortgesetzt.

Zielgruppen des Sofortprogramms sind zum einen die bis Ende des Vorjahres nicht vermittelten Bewerber/innen um eine Ausbildungsstelle, zum anderen die arbeitslos gemeldeten Jugendlichen, die die Vermittlung in eine Arbeitsstelle anstreben. Das Sofortprogramm dient dabei als Ergänzung des breit gefächerten Maßnahmeinstrumentariums nach dem SGB III. Ab dem Jahr 2004 werden die Instrumente des JuSoPro, die sich bewährt haben mit geringfügigen Änderungen in das SGB III übernommen.

Artikel 2: Förderung von lokalen und regionalen Projekten zur Ausschöpfung und Erhöhung des betrieblichen Lehrstellenangebotes

Zur Unterstützung der Bemühungen, noch nicht vermittelte Bewerberinnen und Bewerber um Ausbildungsplätze sowie Jugendliche, die im Rahmen dieses Programms eine außerbetriebliche Ausbildung beginnen, in betriebliche Ausbildung zu vermitteln, können Projekte auf lokaler und regionaler Ebene zur Ausschöpfung noch nicht genutzter betrieblicher Ausbildungskapazitäten sowie zur Mobilisierung neuer zusätzlicher betrieblicher Ausbildungsplätze gefördert werden.

Im Saarland wurde im Frühjahr 2002 erstmals eine Rahmenvereinbarung "Allianz für mehr Ausbildung" geschlossen, um im Saarland den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zu unterstützen. Partner dieser Vereinbarung sind das saarländische Wirtschaftsministerium, die Handwerkskammer des Saarlandes und die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes.

Artikel 4: Ein Ausbildungsjahr in einer außerbetrieblichen Einrichtung

Für Jugendliche, die im Dezember noch keine Ausbildungsstelle für das laufende Ausbildungsjahr gefunden haben, werden Ausbildungsplätze in außerbetrieblichen Einrichtungen geschaffen. Die Jugendlichen sollen möglichst nach Ablauf des ersten Ausbildungsjahres in einen Betrieb vermittelt werden.

Gegenüber den außerbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen nach dem SGB III unterscheiden sich die Maßnahmen des Jugendsofortprogramms hauptsächlich in der Zielgruppe: Bei Ausbildungsmaßnahmen nach SGB III sind dies sozial benachteiligte und lernbeeinträchtigte Jugendliche und bei den Ausbildungsmaßnahmen nach dem Jugendsofortprogramm alle bis Ende des Vorjahres unvermittelten Ausbildungsplatzbewerber/innen.

Artikel 5: Nachholen des Hauptschulabschlusses Arbeitslose Jugendliche, die noch nicht über einen Hauptschulabschluss oder einen entsprechenden Abschluss verfügen und nicht mehr der Schulpflicht unterliegen, können im Rahmen einer ausbildungsvorbereitenden Maßnahme auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses oder eines vergleichbaren Abschlusses vorbereitet werden.

Artikel 6: Arbeit und Qualifizierung für (noch) nicht ausbildungsgeeignete Jugendliche (AQJ): Hierunter ist eine Kombination eines sozialversicherungspflichtigen betrieblichen Praktikums mit einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme in Teilzeit zu verstehen.

Ziel ist es, Jugendlichen ohne oder mit schwachem Schulabschluss den Übergang in eine betriebliche oder sonstige Ausbildung zu ermöglichen. Die Jugendlichen erhalten einerseits berufsvorbereitende schulische Unterstützung durch einen Bildungs-/ Maßnahmeträger und absolvieren andererseits Praktika in Betrieben, in denen sie Gelerntes umsetzen und anwenden können. Dieses Instrument wird ab 2004 in das SGB III übernommen.

Artikel 7: Berufliche Nach- und Zusatzqualifizierung Ziel ist es die Vermittlungsfähigkeit arbeitsloser oder von Arbeitslosigkeit bedrohter Jugendlicher in Arbeit durch eine berufliche Nach- oder Zusatzqualifizierung zu verbessern.

Artikel 8: Lohnkostenzuschüsse für arbeitslose Jugendliche Arbeitslosen Jugendlichen soll durch die Gewährung von Lohnkostenzuschüssen an Arbeitgeber die Eingliederung in das Erwerbsleben erleichtert werden.

Diese Leistung wird ab dem Jahr 2004 in das SGB III übernommen.

Artikel 9: Qualifizierungs-Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit integrierter beruflicher Qualifizierung sollen Jugendliche Qualifikationen erwerben, die auf dem Arbeitsmarkt verwertbar sind.

Artikel 10: Beschäftigungsbegleitende Hilfen

Durch gezielte Hilfen zur Qualifizierung und Stabilisierung soll die betriebliche Eingliederung Jugendlicher gefördert werden.