Kinderbetreuung

Landtag des Saarlandes - 12. Wahlperiode - 7 4.8. Gibt es darüber hinaus Projekte der saarländischen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik für die Zielgruppe der Alleinerziehenden?

Verfolgt die Landesregierung Pläne, die Zusammenarbeit der zuständigen Behörden stärker zu vernetzen, um arbeitssuchenden Alleinerziehenden gezielte Hilfestellungen (z. B. durch engere Verzahnung von Beratung, Fortbildung, Wiedereinstiegshilfen und Kinderbetreuung) anbieten zu können?

4.10. Für Alleinerziehende ist es sowohl aufgrund ihrer finanziellen Situation als auch aufgrund von Vorurteilen bei Vermieterinnen und Vermietern oft besonders schwierig, eine Wohnung für sich und ihre Kinder zu finden. Im Bereich des öffentlich geförderten Wohnungsbaus hat die Landesregierung die Möglichkeit, auf die Wohnraumvergabe zugunsten von Alleinerziehenden einzuwirken. Inwieweit werden im Saarland Alleinerziehende bei der Vergabe von Wohnberechtigungsscheinen bzw. von Dringlichkeitsscheinen jungen Eheleuten bzw. Zweielternfamilien gleichgestellt?

4.11. Wie hat sich der Versorgungsgrad von alleinerziehend vordringlich Wohnungssuchenden in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen vordringlich Wohnungssuchenden entwickelt?

5. Informationen und Unterstützung für Familien mit behinderten Kindern

Die Problematik der Kindererziehung sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, erfährt bei (alleinerziehenden) Eltern von behinderten Kindern eine Verschärfung. Die Betroffenen brauchen daher von staatlicher Seite in besonderem Maße Unterstützung und Begleitung.

Gibt es im Saarland spezielle Beratungsstellen, die Familien mit behinderten Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehen? Wenn ja, welche und wie werden deren Angebote in Anspruch genommen?

Welche (außerschulischen) Betreuungseinrichtungen stehen für behinderte Kinder zwischen 0 und 14 Jahren zur Verfügung? Hält die Landesregierung die Versorgung insgesamt und in den einzelnen Landkreisen für ausreichend?

Wenn nicht, liegen hier Pläne zur Verbesserung der Angebotsmöglichkeiten vor?

Welche integrativen Betreuungsmöglichkeiten werden angeboten, und werden diesbezüglich neue Maßnahmen geplant?

Wie hoch ist der Anteil von Familien/Alleinerziehenden mit behinderten Kindern im Zusammenhang mit der Vergabe von Wohnberechtigungsscheinen bzw. Dringlichkeitsscheinen?

Werden alleinerziehende Eltern von behinderten Kindern bei der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit besonders unterstützt bzw. gefördert?

6. Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche

Gerade in der heutigen Zeit benötigen Familien wohnortnahe Unterstützungs-/ Betreuungsangebote, die die Sozialisationsbedingungen des jeweiligen Umfelds berücksichtigen. Dies beinhaltet sowohl offene, pädagogisch begleitete (Spiel-)Angebote für Kinder und jüngere Jugendliche als auch offene Angebote der Jugendarbeit für junge Menschen.

- 8 6.1. Welche wohnortnahen Angebote, wie z. B. Spielhäuser oder betreute Abenteuerspielplätze, stehen Kindern bis 14 Jahren im Saarland zur Verfügung? Hält die Landesregierung die Zahl der zur Verfügung stehenden Einrichtungen für ausreichend? Wenn nein, wo sieht sie weiteren Bedarf?

Welche Angebote der Jugendarbeit, wie z. B. Häuser der Jugend oder Jugendclubs, stehen für Jugendliche im Saarland zur Verfügung? Hält die Landesregierung das Angebot für ausreichend? Wenn nein, liegen Pläne vor, in diesem Bereich weitere Angebote zu schaffen?

Haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, an der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung der Angebote mitzuwirken? Inwieweit werden Kinder und Jugendliche bei der Planung und Durchsetzung neuer Angebote mit einbezogen?

Wie wird sichergestellt, dass die o.g. Angebote der öffentlichen und freien Jugendhilfe für Kinder und Jugendliche gut (fußläufig) erreichbar sind? Gibt es unter den Trägern dieser Einrichtungen in den einzelnen Kreisen Kooperationsvereinbarungen? Wenn nein, werden diesbezüglich Überlegungen angestellt?

Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den Trägern der öffentlichen und freien Jugendhilfe ist ein wesentlicher Aspekt für eine effiziente und bedarfsgerechte Kinder- und Jugendarbeit.

Welche Schritte hat die Landesregierung bisher unternommen, um eine solche Zusammenarbeit zu initiieren bzw. sicherzustellen?