Umwelt- und SaarForstjagd im Waldschutzgebiet Steinbach-/Netzbachtal

Nachdem in der Vergangenheit für den Bereich des Waldschutzgebietes Steinbachtal die Universität Gießen, Fachbereich Wildbiologie und Jagdkunde mit einem Projekt zur effizienten, tierschutzgerechten Bejagung des Rehwildes beauftragt wurde, wurde bei den letzten beiden Jagden in diesem Schutzgebiet offenbar endgültig von den o.g. Zielen Abstand genommen. Demnach sollen klassische Treib- bzw. Hetzjagden mit Hundemeuten stattgefunden haben, was einen eklatanten Verstoß gegen elementare Ziele des Tierschutzes bedeuten würde.

Ich frage die Landesregierung vor diesem Hintergrund:

1. Wurden die o.g. beiden Jagden wissenschaftlich vorbereitet, begleitet und nachbereitet? Wenn ja, von wem und mit welchem Ergebnis (Vorlage der entsprechenden Studie)? Wenn nein, warum nicht?

2. Wurden bei den Jagden gezielt Hunde bzw. Hundemeuten eingesetzt? Um welche Rassen handelte es sich dabei? Wie viele Hunde wurden eingesetzt und woher kamen diese Hunde?

3. Welche Kosten sind dem Land durch die Anmietung dieser Hundemeuten in Rechnung gestellt worden?

4. Entsprach diese Jagd den Zielen und dem Ablauf der durch das damalige Institut für Wildbiologie und Jagdkunde der Uni Göttingen gemachten Empfehlungen?

5. Wie viele Mitarbeiter des Geschäftsbereiches des Umweltministeriums nahmen an dieser Jagd teil?

6. Wurden Verbände aus den Bereichen Jagd und Umweltschutz an den Jagden beteiligt? Welche waren dies und wie brachten sich diese Verbände bzw. deren Mitglieder in den Ablauf des Jagdtages ein?