Vorsorge

13. Wahlperiode Drucksache 13/2037 des Abgeordneten Hubert Ulrich (B90/Grüne) betreff: Gewässergüte im Saarland

In Deutschland wurden hinsichtlich der Qualität des Wassers in den vergangen Jahren große Fortschritte erzielt, was unter anderem auf die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vom 22.12.2000 zurückzuführen ist.

So werden beispielsweise mittlerweile rund 85 Prozent aller Abwässer in Deutschland von dreistufigen Kläranlagen gereinigt, bevor sie in die Flüsse und Seen gelangen.

Aber es geht im Gewässerschutz nicht nur um die Reinhaltung des Wassers selbst und damit der Verbesserung der Gewässergüte, es geht auch um den Schutz der Gewässer insgesamt. Statt Belastungen im Nachhinein zu verringern, sollte eine stärker vorsorgende Wasserpolitik betrieben werden. Denn Gewässer sind keine isolierten Gebilde: Grundwasser, Oberflächenwasser und Auen stehen in enger Wechselbeziehung und bilden wichtige Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

Ich frage die Regierung des Saarlandes deshalb:

1. Wie viele Gewässerproben wurden im Saarland pro Jahr seit 2000 entnommen (Angabe des Entnahmedatums und des Gewässers)?

2. Welche Messwerte bezüglich vorhandener Schadstoffbelastung wurden erzielt und kam es dabei zu Auffälligkeiten?

3. Welche Belastung weisen speziell die Fließgewässer im Saarland auf und welcher Güteklassenkategorie entsprechen die aktuellsten Messergebnisse laut Saprobiensystem?

4. Wie hat sich die Gewässergüte im Saarland in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?

5. Welche Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität hat die Landesregierung bereits ergriffen? Sind in Zukunft weitere Projekte geplant?

6. Welchen Ansatz verfolgt die Landesregierung in ihrer Gewässerschutzpolitik um das durch EG-Wasserrahmenrichtlinie vorgegebene Verschlechterungsverbot für Grund- und Oberflächenwasser langfristig einzuhalten?