Schweiz

13. Wahlperiode Drucksache 13/2039 der Abgeordneten Claudia Willger-Lambert (B90/Grüne) betreff: Verkehrsopfer im Saarland

Einer Veröffentlichung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) zufolge ist das Risiko, bei einem Verkehrsunfall verletzt zu werden, in Deutschland viermal höher als in Dänemark. Im direkten Vergleich zu Frankreich werden im Verhältnis zur Fahrleistung dreimal mehr Menschen verletzt. So starben im Jahr 2007 rund 5.000 Menschen auf Deutschlands Straßen. Über 430.000 wurden bei Verkehrsunfällen verletzt, ein Fünftel davon schwer. In den Niederlanden strebt man mit dem Programm „Sustainable Safety" die Halbierung der Zahl der Verkehrstoten an, die Schweiz konnte im Rahmen ihres „Via Sicura"-Programmes 2005 durch eine Kombination aus Öffentlichkeitsarbeit und Verkehrskontrollen die Zahl der Verkehrstoten bereits um 20 Prozent senken. In diesen Ländern ist die Zahl der Verkehrsopfer - sowohl Tote als auch Verletzte - dank erfolgreicher Maßnahmen bedeutend niedriger als in Deutschland.

Ich frage die Regierung des Saarlandes deshalb:

1. Wie entwickelte sich im Saarland in den Jahren 1996 bis 2006 das Unfallaufkommen im Straßenverkehr? Wie schneidet das Saarland dabei im bundesweiten Vergleich ab?

2. Wie viele Personen wurden im vergangenen Jahr Opfer von Verkehrsunfällen?

Wie viele Personen wurden verletzt, wie viele sogar getötet?

3. Wie gestaltet sich die Altersstruktur der Verkehrsopfer?

4. Auf welche Weise nahmen diese Personen im Saarland am Straßenverkehr teil (zu Fuß, Fahrrad, Fahrzeugführer von Pkws etc.)?

5. Wie gestaltet sich die Verteilung der Unfälle auf saarländischen Autobahnen, Bundesstraßen und sonstige Straßen?

6. Welche waren dabei die Hauptunfallursachen?

7. In welchem Umfang stellte die Landesregierung seit 2002 jährlich Mittel für die Erhöhung der Verkehrssicherheit im Saarland bereit und für welche Zwecke wurden die Mittel schwerpunktmäßig verwendet?