Holzvermarktung im Saarland

Vorbemerkung des Fragestellers: „Das Saarland ist ein Waldland. Ca. 36 % der Landesfläche tragen ein grünes Blätterdach. Steigende Energiepreise für fossile Energieträger, die Abhängigkeit unserer bisherigen auf fossilen Energieträgern beruhenden Energieversorgung von wenigen Großkonzernen, Aspekte des Klimaschutzes etc. machen eine Energiewende erforderlich. Der nachwachsende Rohstoff Holz kann hierbei einen bedeutenden Anteil einnehmen.

Einer aktuellen Untersuchung von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zufolge, könnten im Jahr 2030 ca. 17,4 % des deutschen Bedarfs an Strom aus Biomasse bereitgestellt werden. Hierbei wird dem Holz mit 34 % ein großer Anteil eingeräumt.

Die CDU-Landtagsfraktion hatte in der Plenarsitzung vom 27. Januar 2005 in ihrem Antrag (Drucksache 13/148) herausgestellt, dass die Landesregierung in dieser Angelegenheit bereits alles getan hat, und sieht keinen grundsätzlichen Handlungsbedarf, den Einsatz von Holz für unterschiedliche Verwendungen zu forcieren."

Vorbemerkung der Landesregierung:

Die Zusammenfassung der Aussage des angeführten Antrages der CDU-Landtagsfraktion durch den Fragesteller ist unzutreffend.

Im Antrag der CDU-Landtagsfraktion, Drucksache 13/148 vom 25.01.2005, wird dargelegt, welche Maßnahmen insbesondere bei der Nutzung von Holz zu energetischen Zwecken die Landesregierung bereits durchgeführt hat, bzw. wird die Landesregierung aufgefordert, „die Nutzung von Holz als regenerativen Energieträger und als Baustoff weiter konsequent zu fördern". Dieser Aufforderung wird die Landesregierung durch die Fortführung ihrer bisherigen Politik entsprechen.

Die Untersuchung von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wird nicht angezweifelt; zur Darstellung der Größenordnung erscheinen jedoch Angaben der Bundesregierung geeigneter: Der Beitrag der erneuerbaren Energien (Biomasse, Wind- und Wasserkraft) zum Gesamtenergieverbrauch liegt bei 2,7 %. Ziel der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2010 einen Anteil von 4 % zu erreichen.

Wie viel Raummeter Brennholz wurde in den Forstwirtschaftsjahren 1999, 2000, 2001, 2002, 2003 und 2004 (Stand 31.12.2004) ­ getrennt nach den Baumarten Buche, Hainbuche, Eiche, anderes Laubholz, sowie Fichte und anderes Nadelholz ­ vermarktet?

Das Brennholz wurde in zwei Aufarbeitungsstufen angeboten:

· gefällt, im Bestand liegend,

· an die Waldstrasse gerückt (in langer Form).

Eine Trennung nach Baumarten ist aus den vorhandenen Daten nicht herleitbar.

Geht die Landesregierung davon aus, dass diese Art der Bereitstellung die Kundenwünsche in Gänze erfüllt?

Zu Frage 5: Die Kundenwünsche gehen über das bisherige Angebot hinaus. Es besteht eine Nachfrage nach einem ofenfertigen Sortiment. Die Produktion von ofenfertigem Brennholz durch SaarForst Landesbetrieb ist geplant.

Gewährleistet diese Art der Bereitstellung auch den Bezug bzw. die Verwertung der Brennhölzer für potenzielle Brennholznutzer, die nicht über entsprechende Lagerkapazitäten verfügen und zeitnah abgelagerte und eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Veredelung der Hölzer benötigen?

Zu Frage 6: Mit der geplanten Produktion von ofenfertigem Brennholz durch den SaarForst Landesbetrieb wird auch den Anforderungen von Brennholzkunden mit eingeschränkter Lagerkapazität entsprochen.