Biosphärenregion Bliesgau

Vorbemerkung des Fragestellers: „Aus der Beantwortung meiner o.g. Anfrage durch die Landesregierung hat sich folgende Unklarheit ergeben:

In der Antwort auf Frage 14 bezieht sich die Landesregierung auf eine Befragung bei lokalen Meinungsbildnern aus dem Jahre 2002, die Frage des Abgeordneten bezog sich aber auf eine Befragung der einzelnen Bürger vor Ort." Geht die Landesregierung davon aus, dass die Interessen der betroffenen Bürger durch die befragten „Meinungsbildner" zur Genüge vertreten wurden, wenn ja, wie begründet sie dies?

Zu Frage 1: Die Landesregierung wird die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Biosphäre Bliesgau noch stärker in den Meinungsbildungsprozess einbeziehen. Daher findet zurzeit eine intensive Beteiligung des Landrates, der Bürgermeister, des Kreistages und der Orts- und Gemeinderäte an der operationalen Planung der Biosphäre Bliesgau statt. Ferner wird im zweiten Halbjahr 2005 ein Moderationsverfahren mit dem Ziel beginnen, ein Leitbild für die Region und Strategien zu dessen Umsetzung zu entwickeln. Dieser Moderationsprozess steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Region offen.

Betrachtet es die Landesregierung unter Berücksichtigung ihrer eigenen Antwort auf Frage 1a dieser Anfrage als nicht notwendig, alle Haushalte im Saarpfalz und den angrenzenden Gemeinden bei einer Befragung zu berücksichtigen, wenn nein, was spricht aus Sicht der Landesregierung dagegen?

Zu Frage 2: Die Kommunikation der Neukonzeption der Biosphäre Bliesgau in Gemeinden und Verbänden wie insbesondere in der Bevölkerung wird zurzeit intensiviert. Daher erscheint eine ­ wie auch immer geartete ­ Befragung zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht.

Ist die Landesregierung der Meinung, dass eine Umfrage aus dem Jahre 2002 noch repräsentativ ist, obwohl die Landesregierung selbst erst Anfang des Jahres 2005 eine Neukonzeption des Vorhabens Biosphärenregion Bliesgau präsentiert hat?

Zu Frage 3: Die Umfrage des Jahres 2002 kann nicht als repräsentativ gelten. Die Stichprobe umfasste lediglich ausgewählte Bevölkerungsteile und erfüllt das Kriterium der Repräsentativität somit nicht für die gesamte Bevölkerung, sondern lediglich für die untersuchten Bevölkerungsteile zum Erhebungszeitpunkt.