Landesregierung

Wurden die betroffenen Waldbesitzer bzw. Interessenvertreter bei der Wahrnehmung ihrer Rechte zum Schutz des Waldes durch das Ministerium als Oberste Jagdbehörde fachlich unterstützt und wenn ja, wie?

Zu Frage 6: Eine Information betroffener Waldbesitzer bzw. der Interessenvertreter durch die Oberste Jagdbehörde erfolgt auf schriftliche oder mündliche Anfrage. Es wird davon ausgegangen, dass den Waldbesitzern, die auch Mitglied einer Jagdgenossenschaft sein können und insbesondere den Interessenvertretern die rechtliche Situation bekannt ist. Weitere Beratung ist auch über die Unteren Jagdbehörden sowie die zuständige Gemeinde möglich.

Wie hoch wird der durch Wildschäden verursachte direkte monetäre Schaden pro Hektar Waldfläche und Jahr (über alle Waldbesitze) im Saarland eingeschätzt?

Zu Frage 7: Eine Schätzung der Wildschäden im Wald ist mangels statistischer Angaben nicht möglich.

Wie hoch waren die Kosten zur Schadensabwehr (Waldschutzzäune) in den Jahren 2000, 2001, 2002, 2003 und 2004 für die durch den SaarForst Landesbetrieb betreuten Landesforsten?

Zu Frage 8: Die Kosten zur Schadensabwehr (Waldschutzzäune) betrugen in den Jahren 2001 rund 71.000 Euro 2002 rund 156.000 Euro 2003 rund 121.000 Euro 2004 rund 73.000 Euro.

Die Kosten des Jahres 2000 können aus Gründen der EDV-Umstellung nicht dargestellt werden.

Wie beurteilt die Landesregierung die Einwirkungen des Schalenwildes (Rot- und Rehwild) im Hinblick auf die notwendige Verjüngung des kranken Waldes auf natürlichem Wege?

Zu Frage 9: Ohne dem Ergebnis der unter Frage 1 aufgeführten gutachterlichen Schätzung der Verbisssituation vorgreifen zu wollen, zeichnet sich ab, dass das Rehwild auf vielen Flächen als Konzentratselektierer beim Verbiss die Lichtbaumarten gegenüber der Buche bevorzugt. Die Verjüngungssituation der Buche erscheint dabei unkritisch zu bleiben. Die Lichtbaumarten verlieren jedoch den notwendigen Wuchsvorsprung gegenüber der konkurrenzstarken Buche, so dass eine Verschiebung der Artenzusammensetzung zu Gunsten der Buche stattfindet. Diese Entmischung ist aus waldbaulicher Sicht unerwünscht.

In den Rotwildrevieren des Saarlandes sind Fälle von Rotwildschäden bekannt. Hier soll mit dem laufenden „Lebensraum-Modellprojekt Rotwild ­ Saarländischer Hochwald" durch verschiedene Maßnahmen eine ökologisch orientierte Waldwirtschaft im Sinne der Waldbesitzer umgesetzt werden. Die Ergebnisse des Projektes werden für das Frühjahr 2008 erwartet.

Wie beurteilt die Landesregierung die Mitteilung einiger Revierleiter, die bemerkten, dass sie im Falle einer Anzeige wegen Verstößen gegen die einschlägigen Bestimmungen des § 25 Saarländisches Jagdgesetz mit dienstlichen Nachteilen zu rechnen hätten?

Zu Frage 10: Derartige Verlautbarungen sind nicht bekannt. Die Landesregierung legt auf die Einhaltung des § 25 Saarländisches Jagdgesetz, wie auch auf andere gesetzlichen Bestimmungen, größten Wert. Die Unterstellung des Fragestellers wird zurückgewiesen.