Ausbildung

(13/973) Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode - 22 Sehr wohl gibt es jedoch außerhalb des Geltungsbereiches des BBiG im Bereich der Gesundheitsberufe vollschulische Bildungsgänge, in denen im Schuljahr 2005/2006

2.425 junge Menschen eine Ausbildung erfahren haben.

Wie beurteilt die Landesregierung Maßnahmen anderer Bundesländer zur Einrichtung schulischer Berufsausbildungsgänge?

Zu Frage 9: Anstelle vollschulischer Ausbildungsgänge in anerkannten BBiG­Berufen setzt das Saarland vielmehr mit großem Erfolg weiterhin auf die Unterstützung durch die Wirtschaft bei der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen. Die Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz haben, werden durch eine starke Praxisorientierung im Berufsvorbereitungsjahr (Produktionsschule) und im dualisierten Berufsgrundbildungsjahr, unterstützt durch eine ergänzende sozialpädagogische Betreuung, zur Ausbildungs- bzw. Berufsreife geführt. Ziel dabei ist es, so die Chancen dieser Schüler und Schülerinnen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erhöhen und sie möglichst frühzeitig in den betrieblichen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren.

Eine Bewertung der Maßnahmen anderer Länder ist aufgrund fehlender Informationen nicht möglich.

Wie hat sich die Ausbildungsplatzbilanz im Saarland - nach der Definition des Berufsbildungsberichts - jeweils in den Jahren von 2000 bis 2005 entwickelt?

Zu Frage 11: Die Angebots-Nachfrage-Relation liegt im Saarland in den meisten Jahren deutlich über dem bundesweiten Vergleichswert. Allerdings wird im Saarland und in keinem anderen Bundesland der vom Bundesverfassungsgericht im Jahre 1980 genannte Wert von 112,5 % erreicht.

Dies ist wie folgt zu erklären: Die Angebots-Nachfrage-Relation ergibt sich aus der Division der Zahl der neu abgeschlossenen Verträge plus offene Stellen (Angebot) durch die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge plus nicht vermittelte Jugendliche (Nachfrage). Ein Wert über 100 wird dann erreicht, wenn es zum Stichtag 30.09. eines Jahres mehr offene Stellen als nicht vermittelte Jugendliche gibt.

Um den Wert von 112,5 % zu erzielen, müssten beispielsweise bei 8000 neu abgeschlossenen Verträgen zusätzlich noch 1000 offene Stellen zur Verfügung stehen.

Angesichts des enormen Wettbewerbdrucks ist realistischerweise zu erwarten, dass Betriebe, deren Ausbildungsplätze nicht besetzt werden, mittelfristig ihre Ausbildungsbereitschaft an den Bedarf anpassen.

Was tut die Landesregierung, um Betriebe über mögliche Fördermaßnahmen seitens der Träger (Agentur für Arbeit, ARGEN) zu informieren, um so zusätzliche Ausbildungsstellen zu akquirieren?

Zu Frage 12: Wie in der Beantwortung zur Frage 7 bereits ausgeführt, stehen die Ausbildungsberater der Kammern, die Ausbildungsförderer der „Allianz für mehr Ausbildung" und sozialpädagogische Fachkräfte der Bildungsträger im Rahmen des Landesprogramms „Ausbildung jetzt" als Ansprechpartner für ausbildungsrelevante Fragestellungen zur Verfügung.

Drucksache 13/1506 (13/973) Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode - 24 Wie hoch ist die Zahl der jugendlichen Bewerber/innen, die bereits im letzten Jahr als Bewerber/innen gezählt wurden? Wie viele davon haben welche Schulen bzw. welche Maßnahmen besucht?