Fachhochschule

(13/973) Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode - 34 Wie viele Abiturienten, die zunächst ein Ausbildungsverhältnis im dualen System beendet haben, haben anschließend im Saarland jeweils in den Jahren 2000 bis 2005 eine Hochschule besucht (aufgeschlüsselt nach Universitäten und Fachhochschulen)?

Zu Frage 16: Bei Aufnahme eines Studiums wird das Merkmal „Abschluss einer dualen Ausbildung" nicht statistisch erfasst.

Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Übersicht aufgeführt. Wahlperiode - 35 Im Saarland ist die Ausbildungsbeteiligungsquote seit 2001 dagegen unterdurchschnittlich um 7 Prozentpunkte zurückgegangen; allerdings ist festzustellen, dass seit dem Jahr 2002 die Quote stabil geblieben ist bzw. sogar ein leichter Zuwachs zu verzeichnen ist. Die saarländische Ausbildungsbeteiligungsquote liegt mit 68,3 % im Jahr 2005 um 12,5 %-Punkte über dem Durchschnitt der alten Bundesländer. Unter allen Flächenländern belegt das Saarland damit den 1. Platz. Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis der vielfältigen Aktivitäten im Rahmen der von der Landesregierung und ihren Partnern, IHK, HWK, RD RPS im Jahre 2003 gestarteten Initiative „Ausbildung ist Zukunft". Konnten durch die Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung zusätzliche Ausbildungsbetriebe gewonnen werden und wenn ja, in welchem Umfang?

Zu Frage 18: Hierzu liegen keine statistischen Daten vor.

Wurden in der Vergangenheit Unternehmen die Ausbildungsberechtigung entzogen? Wenn ja, wie vielen und welchen Branchen gehörten diese Unternehmen an?

Zu Frage 19: In den letzten sechs Jahren wurden seitens des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit keine „Untersagung des Einstellens und Ausbildens" ausgesprochen. Konfliktfälle konnten von den Kammern geregelt werden.

C. Situation von Schülerinnen und Schülern mit erschwerten Lern- und Ausbildungsbedingungen

Wie viele Jugendliche haben jeweils in den Jahren von 2000 bis 2005 keine allgemeinbildenden schulischen Abschlüsse erworben? Wie hat sich ihr Anteil an der Gesamtzahl der Jugendlichen verändert? Wie viele Jugendliche mit Behinderungen haben in den vergangenen 10 Jahren die allgemeinbildenden Schulen mit welchem Abschluss verlassen? Wahlperiode - 36 Schüler und Schülerinnen, die die allgemeinbildenden Schulen ohne Abschluss verlassen und keine Ausbildungsstelle finden, sind verpflichtet, das Berufsvorbereitungsjahr

­ BVJ ­ (ohne Versetzung nach Klassenstufe 9) oder das Berufsgrundbildungsjahr ­ BGJ ­ (mit oder ohne Hauptschulabschluss) zu besuchen. Mit erfolgreichem Abschluss des BGJ wird der Hauptschulabschluss erworben; im Rahmen der BVJ als Produktionsschule kann der Hauptschulabschluss erworben werden. Der Abschluss der Berufsschule im Rahmen einer dualen Ausbildung führt für Jugendliche, die den Hauptschulabschluss bei Beginn der Ausbildung noch nicht nachweisen konnten, ebenfalls zum Hauptschulabschluss.

Welche Ausbildungsgänge, Berufsvorbereitungsund Fördermaßnahmen stehen benachteiligten Jugendlichen in welcher Größenordnung zur Verfügung, welche sind ihre Träger, und wie werden sie finanziert?

Zuschläge für Reha-Ausbildungen nach § 102 SGB III erhielten 2005: Die AWO Homburg SPN, die GPW Neunkirchen-Furpach, ein Trägerverbund Holz-Maler-Lack-Bau, ein Trägerverbund Metall, die GSE des ASB, ein Trägerverbund Verkauf, das SOSKinderdorf Saarbrücken, die cts Haus Christophorus sowie die KEB gGmbH.

Die Euro-Schulen Bad Kreuznach, das TWBI Neunkirchen, der IB Zweibrücken, das Euro-Medizinal-Kolleg Trier sowie Treffpunkt Bildung erhielten im gleichen Jahr Zuschläge für abH. Zuschläge für BaE-Maßnahmen erhielten 2005 im Saarland folgende Träger: Saarbrücker Trägerverbund Zweibrücken, der IB Zweibrücken, die INAB Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft Saarbrücken, das ÜAZ der ESH Püttlingen sowie die Volkshochschule Dillingen ­ Die Bildungswerkstatt.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Agenturen für Arbeit im Saarland im Jahr 2005 für ausbildungsfördernde Maßnahmen mehr als 19,4 Mio. und im Jahr 2006 mehr als 16,4 Mio. ausgegeben haben (ohne Maßnahmekosten für Übergangshilfen, Aktivierungshilfen und sozialpädagogische Begleitung).