Wo werden die im Saarland anfallenden deponiefähigen gefährlichen Abfälle

Abfälle aus der Eisen- und Stahlindustrie (1002)

· Abfälle vom Gießen von Eisen und Stahl (1009)

· Abfälle aus der chemischen Oberflächenbearbeitung und Beschichtung von Metallen und anderen Werkstoffen (z. B. Galvanik, Verzinkung, Beizen, Ätzen, Phosphatieren, alkalisches Entfetten und Anodisierung) (1101)

· Schlämme und Feststoffe aus Härteprozessen (1103)

· Abfälle aus Prozessen der mechanischen Formgebung sowie der physikalischen und mechanischen Oberflächenbearbeitung von Metallen und Kunststoffen (1201)

· Inhalte von Öl-/Wasserabscheidern (1305)

· Verpackungen (1501)

· Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik (1701)

· Bitumengemische, Kohlenteer und teerhaltige Produkte (1703)

· Boden (einschließlich Aushub von verunreinigten Standorten), Steine und Baggergut (1705)

· Dämmmaterial und asbesthaltige Baustoffe (1706)

· Abfälle aus der physikalisch-chemischen Behandlung von Abfällen (einschließlich Dechromatisierung, Cyanidentfernung, Neutralisation) (1902) Ausgegeben: 03.09.2007 (24.07.2007) bitte wenden

Gibt es im Saarland Deponien für gefährliche Abfälle, wenn ja, welche?

Zu Frage 2: Nein.

Wo werden die im Saarland anfallenden deponiefähigen, gefährlichen Abfälle entsorgt?

Zu Frage 3: Abgesehen von bestimmten gefährlichen Abfällen aus der Eisen und Stahl verarbeitenden Industrie (Hütten) werden die angesprochenen Abfälle überwiegend auf dafür zugelassenen Hausmüll-, Mineralstoff- und Monodeponien sowie Sonderabfalldeponien in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg abgelagert.

Lediglich asbesthaltige Abfälle werden zum großen Teil auf zwei entsprechend den deponierechtlichen Vorgaben dafür zugelassenen saarländischen Mineralstoffdeponien abgelagert. Ansonsten können gefährliche Abfälle nur in begründeten Ausnahmefällen auf der Basis von Einzelfallentscheidungen auf allgemein zugänglichen Deponien des Landes abgelagert werden.

Zwei der saarländischen Hütten verfügen über eine Zulassung zur Ablagerung bestimmter gefährlicher Abfälle aus der Abgasreinigung sowie der physikalischchemischen Behandlung auf den jeweiligen betriebseigenen Monodeponien (Halden).

Auf einer der beiden Anlagen dürfen auch asbesthaltige Baustoffe in einem Monobereich abgelagert werden.

Braucht das Saarland aus Sicht der Landesregierung eine neue Sondermülldeponie?

Zu Frage 4: Nein. Für nicht im Saarland abzulagernde Abfälle sind bundesweit ausreichend Deponiekapazitäten verfügbar.