Beamte

(13/1808) Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode. Zu Frage 4: a)

Das Gutachten des Jahres 2005 wurde von zwei Beamten des SaarForst-Landesbetriebes erstellt. Beamte sind per Diensteid verpflichtet, das ihnen übertragene Amt gerecht und unparteiisch zu verwalten und ihre Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen.

Im Rahmen der Staatswaldinventur 2007 wurde als Stichprobeninventur in einem 250 x 500-Meter-Raster mit insgesamt 3.180 Stichproben an jedem Inventurpunkt eine Aufnahme der vorhandenen Verjüngung vorgenommen. Neben der Erfassung der Gesamtsituation am Stichprobenpunkt (Art der Verjüngung, Verjüngungsschutz, Verjüngungsdeckung) wurde eine quantitative Erfassung vorhandener Verjüngung auf einer Fläche von ca. 25 m2 als Vollauszählung der Verjüngung in verschiedenen Höhenklassen durchgeführt. Dabei wurde jeder erfasste Baum nach Schäden (Verbiss-, Fege-, Schälschaden u. a.) klassifiziert.

Die Hochrechnung dieser Daten ergibt einen Gesamtüberblick über Verjüngungsstammzahlen/Hektar nach Baumarten und Verjüngungshöhenklassen mit den jeweiligen Anteilen verbissener und unverbissener Bäume.

Die Daten werden zurzeit ausgewertet und werden voraussichtlich Mitte 2008 als Teil eines Ergebnisberichtes zur Staatswaldinventur verfügbar sein.

Bei einer „Entmischung" werden aus einer Naturverjüngung verschiedene Baumarten, z. b. Tanne und Esche „herausselektiert". Im Extremfall bleiben nur ein oder zwei Baumarten, z. B Buche und Fichte, übrig.

Bei einer „Beeinträchtigung" wird z. B. die Terminalknospe des Jungbaumes abgebissen. Dies führt zu einer Wuchsverzögerung und Verformung desselben.

Es wird darauf hingewiesen, dass mit der Erlegung von 10 Stück Rehwild pro 100 ha in vielen staatlichen Revieren das Limit der Abschussmöglichkeit erreicht ist.

Der Rehwildabschuss beträgt in den letzten fünf Jahren in gemeinschaftlichen Jagdbezirken durchschnittlich 4,1 Stück pro 100 Hektar, im Staatswald dagegen 6,9 Stück pro 100 Hektar.

e) i) Nein.

e) ii)

Nach § 28 Abs. 1 Nr. 5 LWaldG ist im Staatswald auf Schalenwildbestände zu achten, die die natürliche Verjüngung des Waldes mit Baumarten, die dem natürlichen Wuchsund Mischungspotential des Standortes entsprechen, nicht gefährden. Der Umfang der Schalenwildbestände ist regelmäßig, z. B. durch Verbissgutachten, zu kontrollieren.

- 4 Drucksache 13/1833 (13/1808) Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode Nach dem LWaldG ist dies für Kommunal- und Privatwaldbesitzer nicht vorgeschrieben. Es bleibt jedoch jedem Kommunal- und Privatwaldbesitzer unbenommen, Wildverbissgutachten durchzuführen bzw. Verbissschäden geltend zu machen.

In der Antwort zu Frage 9 heißt es: „Da im SaarForst Landesbetrieb entsprechend qualifiziertes Fachpersonal vorhanden ist, wird dieser vorrangig mit der Durchführung der periodischen Betriebsplanung im Kommunalwald beauftragt."

Was qualifiziert nach Meinung der Landesregierung eine Person für die Durchführung der periodischen Betriebsplanung?

Zu Frage 5: Der Forstplaner (Sachverständiger gem. § 13 Abs. 4 LWaldG) muss die Große Forstliche Staatsprüfung in einem Land der Bundesrepublik Deutschland mit Erfolg abgelegt haben und von der Forstbehörde des Saarlandes als Sachverständiger für die Forstplanung anerkannt oder als Mitarbeiter im höheren Forstdienstes des Saarlandes tätig sein.

In der Antwort auf Frage 9 heißt es außerdem: „Ist der SaarForst Landesbetrieb aus Arbeitskapazitätsgründen nicht in der Lage, die Forstplanung zeitnah ausführen zu können, werden private Forstplanungsbüros mit der Ausführung dieser Arbeiten beauftragt. Die Auftragsvergabe erfolgt auf Grund einer öffentlichen Ausschreibung im Amtsblatt des Saarlandes".

Wann erfolgten zuletzt solche öffentliche Ausschreibungen im Amtsblatt?

Zu Frage 6: Die letzte öffentliche Ausschreibung erfolgte am 04.10.2007 im Amtsblatt des Saarlandes.

Wo und wann erfolgte die in Frage 10 genannte Ausschreibung zur Forsteinrichtung in der Gemeinde Losheim?

Zu Frage 7: Die Ausschreibung zur Forsteinrichtung in der Gemeinde Losheim erfolgte am 04.10.2007 im Amtsblatt des Saarlandes, Seite 1908, unter Nummer 449.