Acrylamid

Wie viele Untersuchungen auf Acrylamid werden speziell in der Vorweihnachtszeit 2008 im Saarland durchgeführt?

Zu Frage 3: In der Vorweihnachtszeit 2008 (vom 10.11.2008 an) wurden 66 Proben weihnachtliche Backwaren auf Acrylamid untersucht.

Werden als Reaktion auf den diesjährigen Melamin-Skandal in China spezielle Untersuchungen einer eventuellen Belastung von Weihnachtsprodukten (Schokolade, Hirschhornsalz etc.) mit Melamin im Saarland durchgeführt? Wie steht die Landesregierung vor diesem Hintergrund zu einer Herkunftskennzeichnung der Hauptbestandteile eines Produktes?

Zu Frage 4: Die Untersuchung von Weihnachtsprodukten auf Melamin wurde als nicht angemessen angesehen. Proben wurden nicht genommen.

Ausschlaggebend für diese Beurteilung waren zum einen die Recherchen der Lebensmittelkontrolleure des LSGV, wonach keine betroffene Ware (u.a. Hirschhornsalz) ins Saarland gelangt ist, und zum zweiten die Mitteilung, dass bei mit Hirschhornsalz hergestellten Backwaren eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann. Auch unter der Voraussetzung einer Kontamination von Hirschhornsalz in der höchsten in Baden-Württemberg festgestellten Menge (470 mg/kg) würde wegen der geringen Rezepturmenge im Enderzeugnis ein Melamingehalt von unter 2,5 mg/kg resultieren. Dieser Höchstwert wurde in der europäischen Einfuhr-Entscheidung und deren nationaler Umsetzung, der Melamin-Lebensmittel-Futtermittel-Einfuhrverbotsverordnung, festgelegt.

Der Herkunftskennzeichnung der Hauptbestandteile steht die Landesregierung aus Gründen der praktischen Überprüfbarkeit dieser Angaben kritisch gegenüber.