Zusammenarbeit mit Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die Zahl der Betreuer von 2007 auf 2008 nur unwesentlich erhöht hat. Ebenso ist das Verhältnis der Familienangehörigen und ehrenamtlichen Betreuer zu den Berufsbetreuern in etwa gleichgeblieben.

Was tut die Saarländische Landesregierung, um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren über die Themen Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung?

Zu Frage 3: Das Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales gibt seit vielen Jahren die Broschüre „Wegweiser zur Erteilung von Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung" heraus. Diese Broschüre, die auf Anforderung kostenlos an jede interessierte Bürgerin/jeden interessierten Bürger versandt wird, informiert über das Wesen der Vorsorgevollmacht und der Betreuungsverfügung und enthält die wichtigsten Informationen über das Wesen der Betreuung und die Patientenverfügung. Die Broschüre ist so aufgebaut, dass sie auf die wichtigsten und am meisten gestellten Fragen auf diesem Gebiet in klar verständlicher Form Antworten gibt. Schließlich enthält die Informationsschrift auch Muster zur Vollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung.

Drucksache 13/2432 (13/2192) Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode - 158 Darüber hinaus fördert das Ministerium die Querschnittskräfte der Betreuungsvereine im Saarland. Diese haben unter anderem die Aufgabe, die Bevölkerung im Hinblick auf die Erstellung von Vollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen zu informieren und in einzelnen Fällen Personen bei der Erstellung der Verfügungen zu beraten.

Turnusmäßig werden Informationsveranstaltungen für Menschen, die in der Betreuung tätig sind, durchgeführt. Die Teilnehmer an den Veranstaltungen sind damit Multiplikatoren für die Aufklärung unserer Bevölkerung.

Drucksache 13/2432 (13/2192) Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode - 159 Anlage 1

Auszug aus dem Krankenhausbericht der Regierung des Saarlandes 2004 ­ 2009

(13. Legislaturperiode):

Zusammenarbeit mit Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen:

Die Zusammenarbeit der Krankenhäuser mit Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen aller Fachrichtungen hat sich im Berichtszeitraum weiter verbessert. Vor allem die Zusammenarbeit von Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen in gleicher Trägerschaft und räumlicher Nähe zum Krankenhaus (z. B. geriatrische und kardiologische Rehabilitationseinrichtungen) ist für die betroffenen Patientinnen und Patienten von Vorteil.

Die Patientinnen und Patienten werden vom Sozialdienst der Krankenhäuser bei der Antragstellung, bei Terminabsprachen sowie der Vermittlung von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen unterstützt.

Bei der Verlegung von Patientinnen und Patienten aus dem Krankenhaus in eine Rehabilitationseinrichtung bestehen laut Mitteilung der SKG jedoch nach wie vor Probleme:

Da das Direkteinweisungsverfahren bei Anschlussheilbehandlungen durch ein Zuweisungsverfahren der Krankenkassen ersetzt worden sei, sei eine zeitnahe Verlegung zum medizinisch sachgerechten Zeitpunkt oft wegen langwieriger Prüfungs- und Entscheidungsverfahren bei den Kostenträgern nicht möglich. Die Krankenkassen würden überwiegend nach finanziellen, nicht nach medizinischen Kriterien entscheiden. Patientenwünsche blieben in der Regel unberücksichtigt.

Bei der Beantragung stünden bürokratische Hemmnisse im Wege, z. B. unterschiedliche Beantragungsverfahren. Die Vereinheitlichung des Beantragungsverfahrens oder die Einführung eines Überweisungsverfahrens sowie die Bündelung von Zuständigkeiten bei den Kostenträgern würden den nahtlosen Übergang von der akutstationären Behandlung in die Rehabilitation befördern. Zudem wäre eine parallele Information der Reha-Einrichtung und des Krankenhauses über die Genehmigung oder Ablehnung des Antrages wünschenswert.

Aufgrund der hohen Auslastung von Rehabilitationseinrichtungen entstünden oft Wartezeiten, die nahtlose Verlegung der Patientinnen und Patienten werde somit erschwert.

Zusammenarbeit mit Pflegeeinrichtungen

Die saarländischen Krankenhäuser arbeiten in der Regel eng mit den umliegenden Pflegeeinrichtungen und Altenheimen im stationären, kurzzeitpflegerischen und ambulanten Bereich zusammen. So wurden beispielsweise bereits gemeinsame Pflegeüberleitungsbögen konzipiert. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Sozialdienste der Krankenhäuser unterstützen die Patientinnen und Patienten, bei denen sich während der stationären Krankenhausbehandlung ein Pflegebedarf herausgestellt hat, bei der Antragstellung und stehen ihnen beratend zur Seite. Eine Zusammenarbeit findet hierbei auch mit Sozialstationen und den kommunalen Beratungs- und Koordinierungsstellen (BEKO) statt. Auch mit ambulanten und stationären Hospizeinrichtungen arbeiten die Krankenhäuser insbesondere bei der Überleitung nach palliativmedizinischer Versorgung eng zusammen.