Rendite

Landtag des Saarlandes - 14. Wahlperiode II. „Macht Bildung"

Der Bildungsetat im Regierungsentwurf nähert sich nur schleppend der 30-ProzentQuote für Bildungsausgaben am Gesamthaushalt an. Sie liegt derzeit bei 22,8%.

Für den Haushalt 2011 sollten in der Bildungspolitik folgende Schwerpunkte gesetzt werden: Demographische Rendite im System belassen: Mehr Qualität statt Stellenabbau Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention durch Weiterbildungsprogramm für Lehrkräfte und Schaffung zusätzlicher FörderlehrerInnenstellen Weg von der strukturellen Benachteiligung der Beruflichen Schulen Demographische Rendite im System belassen: Mehr Qualität statt Stellenabbau bei Lehrerinnen und Lehrern Grundschulen Angesichts der hohen Erwartungen, die an Grundschulen inzwischen gestellt werden, ist ein Ausbau der Lehrerplanstellen unverzichtbar. GrundschulpädagogInnen leisten einen unverzichtbaren Beitrag beim Übergang von der frühkindlichen Bildung an die Grundschule sowie an der zweiten Bildungsschwelle hin zu den weiterführenden Schulen. Darüber hinaus erhöht sich mit der Anwendung der UN-Behindertenrechtskonvention auch an den Grundschulen der Förderbedarf für alle Kinder. Die zusätzlichen Stellen sollen auch strukturelle Fehlentwicklungen abdecken und darüber hinaus eine echte Lehrerfeuerwehr gewährleisten.

Gymnasien und Erweiterte Realschulen

Die von der Landesregierung geplante Streichung von Lehrerstellen an den Gymnasien (20) und an den Erweiterten Realschulen (52) wird von der SPD zurückgenommen. Die Demographierendite muss an den Schulen verbleiben.

Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

An verschiedenen Stellen im Haushalt werden Mittel für Sprachförderung und Schulvorbereitung für Kinder mit Migrationshintergrund eingespart. Diese reihen sich ein mit weiteren Sparvorschlägen im Sozialhaushalt. Gerade vor dem Hintergrund jüngster Integrationsdebatten und zur Schaffung echter Chancengleichheit müssen Kinder mit Migrationshintergrund weiter gefördert werden.

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention durch Weiterbildungsprogramm für Lehrkräfte und Schaffung zusätzlicher FörderlehrerInnenstellen Förderschulen

An unseren Förderschulen und durch die Anwendung der UN-Behindertenrechtskonvention auch an den Regelschulen besteht eine strukturelle Unterversorgung an förderpädagogischen Kräften. Die SPD-Landtagsfraktion wird daher im Stellenplan der Förderschulen 24 zusätzliche Stellen schaffen, um eine individuelle Förderung der Kinder zu gewährleisten.

Weiterbildungsprogramm

Seit dem 26. März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten. Das Saarland hat nach wie vor keine gesetzlichen Vorkehrungen getroffen, das dort festgeschriebene Recht für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine weiterführende Schule zu besuchen, umzusetzen. Die SPD beantragt daher 357.000 Euro zum Ausbau der Lehrerweiterbildung um den Bereich „Inklusive Pädagogik". Weg von der strukturellen Benachteiligung der Beruflichen Schulen

Nach wie vor ist der strukturelle Unterrichtsausfall an Berufsschulen nicht eingedämmt.

Gleichzeitig binden Übergangssysteme wie das BGJ oder das BVJ zusätzliche BerufsschullehrerInnen. Eine Lehrerfeuerwehr, die Unterrichtsausfall aufgrund von Krankheiten oder Mutterschutz auffangen kann, gibt es nicht. Dieses System läuft auch Gefahr, Studierende als Aushilfslehrkräfte einzusetzen, um ein Minimum an Unterricht abzusichern. Verbunden mit der Schaffung von zusätzlichen 40 Berufsschullehrerstellen und der Aufhebung der Streichung der Technik-Lehrerstellen, erhöht die SPD auch die Anwärterstellen für Lehrämter an Berufsschulen. Um dem strukturellen LehrerInnenmangel an Berufsschulen effektiv begegnen zu können, muss die Landesregierung diese Stelle für AnwärterInnen attraktiv machen. Dazu gehört vor allem auch, sichere, langfristige Beschäftigungsverhältnisse in Aussicht zu stellen.

Begründung: Erfolgt mündlich.