Pädagogischem Landesinstitut Brandenburg

Wie wird die verwaltungsbezogene und die inhaltliche Arbeit der Konzeption miteinander koordiniert? Gibt es eine gemeinsame Arbeitsgruppe dazu?

3. Wie werden die Mitarbeiter/-innen in die Erarbeitung eines Konzeptes für das BIL und die übrigen Institute einbezogen?

4. Wie werden die im Nachtragshaushalt beschlossenen Kürzungen für das BIL umgesetzt? Wie wird verhindert, dass die Kürzungen planlos eine zukünftige Konzeption behindern?

5. Aus welchem Grund wird die Abteilung 3 bereits abgewikkelt, obwohl noch keine neue Konzeption vorliegt?

6. Hält der Senat es für sinnvoll, zwischen BIL und Pädagogischem Landesinstitut Brandenburg einen Verbund zu bilden?

Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1. bis 3.: Auf Grund eines Auftrags des Senats ist die Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport verpflichtet zu prüfen, welche Fortbildungsstätten zusammengelegt werden können.

Zu den Fortbildungsstätten gehören auch die Sozialpädagogischen Fortbildungsstätten und das Berliner Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung und Schulentwicklung (BIL).

Zur Erfüllung des Auftrages ist eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, in denen neben Vertretern der Fachaufsicht, der Abteilung I und des Personalrats u. a. auch die Leiterinnen bzw. Leiter der genannten Fortbildungseinrichtungen vertreten sind. Gerade die umfassende und ständige Beteiligung der vom Auftrag betroffenen Einrichtungen gewährleistet, dass alle inhaltlichen und verwaltungsbezogenen Aspekte in die Sitzungen der Arbeitsgruppe eingebracht werden können.

Abhängig von den Ergebnissen der Arbeitsgruppe und nach Abstimmung mit der Leitung der Senatsverwaltung wird zu entscheiden sein, in welchem Umfang eine zusätzliche Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforderlich ist.

Zu 4.: Die Maßnahmen des vom Abgeordnetenhaus beschlossenen Nachtragshaushalts werden im BIL umgesetzt. Beispielsweise erschweren dabei die Reduzierung des Haushaltstitels 427 01

­ Freie Mitarbeiter ­ und eine noch bestehende 50 %ige Sperre die konzeptionelle Planung. Um die künftige Planung konzeptionell anzulegen, wird angestrebt, dem BIL hinreichend Honorare und Sachmittel zur Verfügung zu stellen, um Inhalt und Struktur des Angebots in vernünftiger Weise den geänderten Umständen anpassen zu können.

Zu 5.: Die Abteilung III des BIL ist nicht abgewickelt. Im BIL wird zur Zeit ein Modell für eine Umstrukturierung der Abteilungen erarbeitet, um einerseits die Erfahrungen der zurückliegenden Zeit seit der Gründung des BIL und andererseits die Auswirkungen der Kürzungen im Haushaltsbereich zu berücksichtigen. Ziel der Planungen ist es, in Zeiten angespannter Haushaltslage eine Organisationsstruktur für das BIL zu finden, die es ermöglicht, auch weiterhin die gestellten Aufgaben effektiv zu bewältigen.

Zu 6.: Nein. Das BIL hat die Aufgabe, Lehrerfort- und -weiterbildungsangebote für die Berliner Lehrkräfte durchzuführen sowie die Schulentwicklung zu unterstützen. In diesem Zusammenhang kann eine Kooperation zwischen dem BIL und den entsprechenden Einrichtungen anderer Bundesländer nur dann sinnvoll sein, wenn es zu konkreten Projekten kommt oder wenn es für einzelne Veranstaltungen länderübergreifend abgestimmte Vorhaben gibt, die auch auf Berlinspezifische Fragestellungen eingehen. Eine Institutsorganisation in einem Verbund wäre dafür keine angemessene organisatorische Form. Die vorhandene Form zweier voneinander unabhängiger Institute ermöglicht es angemessen, länderübergreifend Vorhaben durchzuführen.

Berlin, den 23. Juli 1996

In Vertretung Klaus L ö h e Senatsverwaltung für Schule, Jugend uns Sport Eingegangen am 29.