Lehrerinformations- und -verwaltungssystem

Ich frage den Senat:

1. Welchen Stand hat die Einführung des Lehrerinformationsund -verwaltungssystems (LIV) erreicht?

2. Welche Daten werden im Lehrerinformations- und -verwaltungssystem erfaßt?

3. Wer ist für die Datenerfassung und -speicherung zuständig?

4. Wer hat Zugriff auf die im Lehrerinformations- und -verwaltungssystem erfaßten Daten?

5. Welche Möglichkeiten haben die Bezirksämter und die Außenstellen des Landesschulamtes, auf die im Lehrerinformations- und -verwaltungssystem erfaßten Daten zuzugreifen?

6. Welche Möglichkeiten haben die Bezirksämter und die Außenstellen des Landesschulamtes, innerhalb des Lehrerinformations- und -verwaltungssystem untereinander zu kommunizieren?

7. In welcher Weise sind Hauptpersonalrat, Gesamtpersonalrat beim Landesschulamt und bezirkliche Personalräte der Lehrer/-innen und Erzieher/-innen bei der Einführung des Lehrerinformations- und -verwaltungssystems einbezogen?

Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1.: Auf Grund des Senatsbeschlusses vom 11. Juli 1995 über Einführung des Lehrerinformations- und -verwaltungssystems (LIV) im Landesschulamt (LSA) wurde 1995 eine außerplanmäßige Mittelbereitstellung für Hard- und Software für die Ausbaustufe 1 des Lehrerinformations- und -verwaltungssystems (LIV) in Höhe von 1,25 Mill. DM vorgenommen.

Der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport ist derzeit bemüht, durch eine Prioritätensetzung im Rahmen der Haushaltsführung sicherzustellen, dass das DV-Verfahren LIV in 1996 in allen angedachten Bereichen eingesetzt werden kann.

Zu 2.: Im DV-Verfahren LIV werden zum Beschäftigungsverhältnis einer Lehrkraft und zum Stundenvolumen (Unterrichtsstunden, Vertretungsstunden, Stundenermäßigungen usw.) das Rechtsverhältnis, die Stammschule, Dienst- und Amtsbezeichnung, Eingruppierung und Zulagen gespeichert. Für den Einsatz der Lehrkraft an einer Schule werden darüber hinaus weitere relevante Merkmale wie die Kombination der Ausbildungsfächer und die Unterrichtsfächer gespeichert.

Die sich aus dem Haushalt ergebenden Stellen und Mittel mit ihren spezifischen Merkmalen wie z. B. Kapitel, Titel, Umfang, Vermerke usw. sowie die Verbindung der Stellen zu den Stelleninhabern werden ebenfalls erfaßt.

Zu 3.: Für die Datenpflege der lehrerspezifischen Daten im DV-Verfahren LIV ist der Bereich Personalaktenführung, für die stellenspezifischen Daten der Bereich Stellenwirtschaft und Personalorganisation des Landesschulamtes verantwortlich.

Zu 4. und 5.: Innerhalb der Softwarelösung des DV-Verfahrens LIV existieren umfangreiche Steuerungsmechanismen, die es ermöglichen, die Zugriffe auf die gespeicherten Daten im Detail zu regeln. Die Mitarbeiter in der Personalaktenführung, in der Stellenwirtschaft und der Personalorganisation des Landesschulamtes erhalten die Zugriffsrechte, die unmittelbar für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendig sind. Die Schulaufsicht im Landesschulamt erhält eingeschränkte Leserechte im beschriebenen Umfang. Mitarbeiter der Bezirksämter, der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport oder anderer Einrichtungen erhalten keinen Zugriff auf das DV-Verfahren LIV. Entsprechend ihrer Fachaufgabe können diese Stellen aber anonymisierte Statistikauszüge erhalten.

Zu 6.: Keine direkt innerhalb des Systems, aber Sie können anhand der verarbeiteten Daten besser miteinander kommunizieren.

Zu 7.: Der HPR, der auch weiterhin Ansprechpartner ist, hat unter den bezirklichen Einsatzbedingungen dem Pflichtenheft zum DV-Verfahren LIV zugestimmt. Der Personenkreis, der damit arbeiten wird, und die Datenstruktur hat sich mit der Gründung des LSA nicht geändert. Der HPR wurde hierzu am 2. August 1996 informiert.