Angehörige ethnischer Minderheiten und der öffentliche Dienst

Ich frage den Senat:

1. Wie viele Migrant(inn)en haben sich 1995 bzw. 1996 für einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst von Berlin beworben,

a) wie viele davon für einen Arbeitsplatz in den Bezirksämtern,

b) wie viele davon für einen Arbeitsplatz in den Senatsverwaltungen?

2. Wie viele Ausbildungsplätze im öffentlichen Dienst wurden im oben genannten Zeitraum an junge Migrant(inn)en vergeben?

3. Wie viele der jeweils in 1. und 2. genannten Bewerbungen wurden angenommen?

4. Worin bestehen die Gründe für abgelehnte Bewerbungen?

Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1. bis 4.:

Wie Ihnen bereits aus der Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 774 bekannt ist, gilt das Tarifrecht des öffentlichen Dienstes uneingeschränkt für alle Arbeitnehmer ­ unabhängig von deren Staatsangehörigkeit ­ und enthält keine Differenzierungen zwischen Deutschen und Ausländern. Bezirksämter und Senatsverwaltungen handeln bei Einstellungen jeweils in eigener Zuständigkeit. Da es für Angestellten- und Arbeitertätigkeiten keine Zugangsbeschränkungen gibt, bestehen auch keine spezifischen Schwierigkeiten bei der Einstellung von Ausländern für solche Tätigkeiten und somit auch kein Bedarf zur statistischen Erfassung der Bewerbungen von Ausländern.