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Innerstädtische Umzüge:

Für die Prognose der Bevölkerungsentwicklung in den Bezirken sind zusätzlich zu den vorgenannten Entwicklungskomponenten die innerstädtischen Umzüge über Bezirksgrenzen von großer Bedeutung.

Vor dem Hintergrund eines zunehmend entspannten Wohnungsmarktes stieg die Zahl der Umzüge in Berlin von rund 270 000 im Jahre 1991 auf rund 450 000 im Jahre 1998. Davon entfällt etwas mehr als die Hälfte auf Umzüge zwischen den Berliner Bezirken.

Wichtigstes Umzugsmotiv ist zweifellos die Verbesserung der Wohnsituation, wobei jedoch nur ein kleiner Teil der Umzüge eine neuerrichtete Wohnung zum Ziel hat.

Es wurden zwei relevante Faktoren für die Prognose berücksichtigt.

- Das innerstädtische Umzugsverhalten wird im Prognosemodell über Umzugsquoten für die Bezirke abgebildet, die aus den Daten der vergangenen Jahre ermittelt wurden.

Hierin sind auch die Auswirkungen des Wohnungsneubaus enthalten, der laufend in kleineren Projekten stattfindet (z. B. Baulückenschließungen, Dachgeschossausbau, Nachverdichtungen).

- Wohnungsneubau in Großprojekten wurde auf Grund seiner auf einen bestimmten Zeitraum beschränkten, zusätzlich wanderungsauslösenden Konsequenzen gesondert berücksichtigt. Grundlage ist hier das abgestimmte Mengengerüst für den Stadtentwicklungsplan Wohnen.

Prognoseergebnisse

Die Prognoseergebnisse liegen in folgender Struktur vor:

- räumlich: Berlin insgesamt, 23 Bezirke

- zeitlich: 17 Prognosejahre

- sachlich: 100 Altersjahrgänge, untergliedert nach Deutschen und Ausländern, männlich und weiblich Ergebnisse für die Gesamtstadt Bevölkerungszahl

Seit dem Jahr 1994 ist für Berlin die Tendenz eines Bevölkerungsrückganges zu beobachten. Im Zeitraum von Jahresende 1993 bis 1998 sank die Bevölkerungszahl um etwa 77 Tsd. Personen, das sind etwa zwei Prozent.

Allen drei berechneten Prognosevarianten ist gemeinsam, dass diese Tendenz des Bevölkerungsrückganges vorerst anhält.

- Variante 1 schreibt diesen Trend für den gesamten Prognosezeitraum fort.

- Variante 2 sieht zunächst eine Fortsetzung des Trends vor, enthält aber zugleich eine Trendwende ab der Mitte des nächsten Jahrzehnts.

- Variante 3 enthält kurzfristig einen Bevölkerungsrückgang, ergibt jedoch eine Trendwende gleich zu Beginn des Prognosezeitraumes (ab 2002).