Altersstruktur

Der Alterungsprozess der Berliner Bevölkerung setzt sich fort.

Das dokumentiert sich vor allem in den Veränderungen in zwei Hauptaltersgruppen:

- 65 Jahre und älter: Bis zum Jahr 2010 wird die Zahl der Menschen in dieser Altersgruppe um knapp 30 % zunehmen.

Dann wird ihr Anteil von gegenwärtig 14 % auf 18 % gestiegen sein. Im Jahr 2010 werden in Berlin etwa 606 Tsd. Menschen leben, die älter als 65 Jahre sind (Ende 1998: 470 Tsd.).

Der Anstieg in dieser Altersgruppe betrifft in erster Linie die sogenannten „Jungen Alten": Menschen im Alter von 65 bis 75 Jahre. Ihre Zahl wird von knapp 250 Tsd. (7,3 % der Gesamtbevölkerung) auf 366 Tsd. Personen (10,9 %) ansteigen.

- 6 bis unter 18 Jahre: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis unter 18 Jahren wird drastisch zurückgehen: von gegenwärtig 420 Tsd. auf 334 Tsd. Personen im Jahr 2010. Dies entspricht einem Rückgang von etwa einem Fünftel. Dieser Rückgang bewirkt, dass der Anteil dieser Altersgruppe von 12 % auf 10 % sinkt.

Die Veränderungen bei den anderen beiden Altersgruppen (Kinder unter 6 Jahre und Personen im erwerbsfähigem Alter) sind mit etwa viereinhalb Prozent angesichts des Zeitraumes von 12 Jahren nur geringfügig.

Ausländer:

Die Zahl der Ausländer wird sich bis zum Jahr 2010 um 21 % erhöhen. Dann werden 524 Tsd. Personen in Berlin leben, die über einen ausländischen Pass verfügen. Der Ausländeranteil steigt von gegenwärtig knapp 13 % auf rund 16 %.

Hier ist zu berücksichtigen, dass im Prognosezeitraum eine große Zahl von Ausländern eingebürgert werden wird. Diese werden in der Bevölkerungsstatistik und in Bevölkerungsprognosen dann als deutsche Personen behandelt. Dieser Einbürgerungsprozess reduziert die Zunahme des Ausländeranteils.

Besonders bemerkenswert ist die Veränderung der ausländischen Bevölkerungszahl im Rentenalter. Die Zahl der Ausländer, die 65 und älter sind, wird sich bis 2010 etwa verdoppeln (von ca. 14,5 Tsd. auf 28,7 Tsd. Personen).